Internetgeschwindigkeit: Die Welt in zwei Hälften

Der Äquator trennt bekanntermaßen die Weltkugel in eine südliche und nördliche Hälfte. Doch er ist nicht nur eine geografische Trennlinie. Er markiert auch ein Wohlstandgefälle. Während im Norden die reichen Industrienationen sich befinden, sind auf der südlichen Hälfte hauptsächlich Entwicklungsländer.

Der Äquator ist damit eine Linie, die soziale, ökonomische und ökologische Gefällen trennt. Dies gilt auch für das Internet, besser gesagt: für die Geschwindigkeit im Internet. Dies zeigt der regelmäßige Bericht “State of the Internet” des Internet-Dienstleisters Akamai.

Akamai: State oft the Internet

Das Unternehmen aus den USA bewegt täglich mehr als zwei Billionen Webinteraktionen und kann daher sehr gut die Lage des Internets in den einzelnen Ländern einschätzen. Zu den 3.500 Kunden des Unternehmens gehören Riesen wie CNN, Adobe, Apple oder Svaroski. Auch deutsche Big Player nehmen die Dienste von Akamai in Anspruch. Das Bundeskanzleramt gehört dazu wie der Tagesschau.

Alle drei Monate fasst das Unternehmen die wichtigsten Kennzahlen in Gestalt von Berichten, Videocasts oder Informationsgrafiken zusammen, die teilweise interaktiv sind. Das interaktive Schaubild zur Internetverbindungsgeschwindigkeiten ist ein eindrucksvolles Beispiel, das zeigt, wie auch die Welt des Internets entlang des Äquators getrennt wird.

Quelle: akamai.com
Quelle: akamai.com

Mit einer einzigen Ausnahme schafft kein Land eine Datenübertragungsrate von mehr als 10 Megabits pro Sekunde. Nur Thailand fällt deutlich aus dem Rahmen. Dabei hätte man erwarten können, dass gemessen am Wohlstand Australien die südliche Halbkugel in Sachen Internetgeschwindigkeit anführt. Anders sieht es schon im Norden aus.

Bundesregierung: 2018 schnelles Internet im ganzen Land

Dort erreichen vor allem Südkorea und die skandinavischen Länder Spitzenwerte von über 20 Megabits pro Sekunde. Und Deutschland?

Im Gesamtranking muss sich Deutschland keinesfalls verstecken. Dort steht es souverän auf Platz 25. Im Vergleich mit anderen führenden Industrienationen dieser Welt jedoch wird ersichtlich, es muss noch viel passieren. Alleine in Europa hängen Norwegen, Schweden, Schweiz, Lettland, Niederland oder Tschechien Deutschland hinten ab. Dabei möchte die Bundesregierung ein ambitioniertes Ziel erreichen: bis 2018 soll schnelles Internet im ganzen Land angeboten werden – für alle und überall, heißt es auf der Website der Bundesregierung.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*