Open Data: Datenportal für Jedermann

Foto: BalticServers.com, CC BY-SA 3.0

“Informationen sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Der offene und strukturierte Zugang zu frei verfügbaren Datenbeständen der öffentlichen Hand ist ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung einer Wissensgesellschaft.”, bewirbt das Bundesinnenministerium das Pilotprojekt “GovData”. Es ist ein Datenportal für Jedermann, so das Versprechen des Ministeriums.

Das Projekt ist ein Baustein im Rahmen des Vorhabens zu “Open Government”. Es ist eine zentrale Anlaufstelle, die weiter verwendbare Daten von Bund, Ländern und Kommunen bündelt. Insbesondere Bürger, Unternehmen, Politik, Presse und Wissenschaft sollen hiervon unmittelbar profitieren. Entsprechend groß ist die Freude bei BITKOM, dem Branchenverband der deutschen Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien.

Neue Produkte und Dienstleistungen durch Open Data

Der Digitalverband Bitkom begrüßt die Pläne des Bundesinnenministeriums zu GovData. Mit ihr werde eine Rechtsgrundlage für Open Data geschaffen. Daten der Bundesverwaltung sollen standardmäßig offen, kostenfrei und unter freier Lizenz verfügbar sein. “Das Open-Data-Gesetz ermöglicht neue Produkte und Dienstleistungen. Bürger werden unmittelbar von neuen Apps und Services profitieren, Unternehmen können im Umfeld der digitalen Transformation neue Wachstumsfelder erschließen und die Verwaltung wird auf Basis besserer Services und aufbereiteter Informationen effizienter“, sagt Felix Zimmermann, Bereichsleiter Public Sector beim Bitkom.  

130 Milliarden Euro Wirtschafts-Potenzial

Es werden erhebliche Vorteile für die deutsche Wirtschaft erwartet. Das Bundesinnenministerium schätzt, dass auf diese Weise ein volkswirtschaftliches Potenzial in Höhe von bis zu 130 Milliarden Euro erzielt wird. Nichtsdestotrotz gibt es bei Open Data Grenzen. Es seien viele Ausnahmen vorgesehen. Alle Informationen, die den Datenschutz oder eine Sicherheitsrelevanz berühren, sind hiervon betroffen. Die Möglichkeit eines einklagbaren Rechtsanspruches soll ausgeschlossen bleiben. Dafür fordert der Branchenverband, lange Prüfzeiten möglichst zu vermeiden. Echtzeitdaten sollen in Echtzeit vorgelegt werden.

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