Internet der Dinge: Der Deutsche und seine Daten

Foto: Jan Prucha, CC BY-SA 3.0

Datenschutz ist ein sehr empfindliches Thema. Kein Mensch mit gesundem Verstand will, dass unbekannte Dritte Einblicke in das eigene Leben haben. Trotzdem hat sich in den vergangenen Jahren in der Einstellung der Menschen gravierend verändert. Mit den ersten Smartphones war nicht nur die Begeisterung für diese Geräte sehr groß. Viele Nutzer hatten die Sorge, dass Gerätehersteller und Serviceanbieter ungefragt Daten abrufen.

Kein Verzicht auf Smartphone

Reportagen, die investigativ aufgedeckt haben, dass die Smartphones Datensauger sind, die alles aufzeichnen und weiterleiten, stießen auf großes Interesse. Versuche Facebook oder Google zu skandalisieren, sorgten für Empörung. Kaum ein Smartphone-Besitzer verzichtete allerdings auf das Hightech-Endgerät. Einschränken ja. Verzichten nein.

[html]Interessante Studien zur Datensensibilität

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Zur Entspannung in der Beziehung zwischen Google, Facebook und den Nutzern trug die Transparenzoffensive der Unternehmen bei, die auf deren Daten angewiesen sind. Statt den Nutzern umfangreiche und unverständliche Geschäftsbedingungen aufzudrücken, hat man den Usern Transparenz in den Datenrichtlinien und Kontrolle über die eigenen Daten gegeben.

Ohne Daten, keine Digitalökonomie

Diverse Studie zeigen, dass die Bereitschaft von Bürgerinnen und Bürger groß ist, eigene Daten preiszugeben. Sie ist dann hoch, wenn die Preisgabe der Daten mit individuellen Vorteilen verbunden sind. Rabatte, individualisierte Services, Vereinfachungen z.B. bei Lieferungen und andere Gründe erhöhen die Bereitschaft, Daten mitzuteilen.

Um ehrlich zu sein: Ohne diese Bereitschaft funktioniert eine Digitalökonomie nicht. Daten sind der Rohstoff, mit dem Geschäftsmodelle des Digitalzeitalters funktionieren. Facebook und Google sind nur die Speerspitze. Uber, AirBnB, Produktvergleichsportale, Lieferdienste, Reiseunternehmen, oder Online-Händler sind nur wenige Beispiele, die eins deutlich machen: Ohne Daten, keine Leistung. Dies gilt in der nächsten Etappe der Digitalökonomie.

Datenaustausch nicht mehr zwischen Mensch und Maschine

Mit Internet der Dinge wird es zwei wesentliche Unterschiede zu Facebook und Co. geben: zum einen findet der Datenaustausch nicht nur zwischen Mensch und Maschine, sondern zwischen Maschinen statt. Zum anderen wird der Datenaustausch zwischen Maschinen automatisch stattfinden. Zwar muss der Nutzer wichtige Parameter eingeben, damit das Internet der Dinge funktionieren kann. Ein vernetztes Haus muss die Anzahl, Geschlecht, Alter und Gewohnheiten der Bewohner wissen, damit es das Licht einschaltet oder die Badewanne füllt.

Wie groß ist dort die Bereitschaft der Menschen ihre Daten zu teilen? Dieser Frage ging eine Studie des Softwareentwicklers SAS nach. An der Studie “Internet der Dinge – Wem und wofür Deutsche ihre persönlichen Daten preisgeben” haben über 1.000 Männer und Frauen teilgenommen. Herausgekommen sind einige interessante Ergebnisse, zum Beispiel sind Deutsche technikaffin. Nahezu alle haben von zentralen Konzept des Internets der Dinge wie Smart Home, Smart Car oder E-Health gehört.

Hohe Bereitschaft in der jüngeren Generation

Die Bereitschaft diese Technologien im Alltag einzusetzen, ist gering. 27% sind bereit, Technologien rund um Smart Home einzusetzen. Die Akzeptanz ist bei selbstfahrenden Autos oder E-Health-Anwendung mit jeweils 32% geringfügig größer. Überdurchschnittlich hohe Technologieakzeptanz liegt bei der Altersgruppe der 18- bis 29jährigen vor, die mit zunehmendem Alter abnimmt. Dies gilt ebenfalls für Smart Car und E-Health. Dies zeigt, dass eine technikaffine Generation in naher Zukunft zum Durchbruch dieser Technologien verhelfen wird.

[html]Die SAS-Studie kann man hier anfordern. [/html]

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