Frauen in der IT: Die Datenwissenschaftlerinnen

Foto: John Cummings, CC BY-SA 3.0

Nur 15 Prozent der IT-Fachkräfte in Deutschland sind Frauen. PayPals Frauenanteil liegt im Vergleich bei 44%. Die Tagung “Women in Data Science” an der Standford Universität hat das Potenzial der Frauen in der Datenwissenschaft demonstriert. Foto: John Cummings, CC BY-SA 3.0)

Unternehmen, die ins Digitalzeitalter einsteigen möchten, benötigen nicht nur Daten, Daten und Daten. Sie sind auch gut beraten, wenn sie mehr Frauen, Frauen und Frauen beschäftigen. Besser gesagt: es wäre vorausschauend von ihnen, wenn sie heute mehr Frauen zu IT-relevanten Studiengängen ermutigen. Denn die Wirtschaft wird sie in wenigen Jahren dringend benötigen.

Durch die Digitalisierung werden IT-Berufe in der Zukunft an Bedeutung zunehmen. Das Statistik-Portal fachkraefteatlas.de, das von der Online-Jobbörse StepStone bereitgestellt wird, zeigt anschaulich, dass bundesweit IT-Fachkräfte gesucht werden. Die höchste Nachfrage nach diesen Kompetenzträgern gibt es in Hamburg, Berlin, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern.

15% Frauenanteil

Software-Entwickler mit Knowhow um Cloud-Computing, Big Data, Social Media, Apps und mobile Webseiten sowie Anwendungsbetreuer und Administrator werden besonders dringend gesucht. Die Bundesagentur für Arbeit gibt in seinem Arbeitsmarktbericht für das Jahr 2016 an, dass mit 11.400 Jobangeboten der Stellenbestand den des Vorjahres um sieben Prozent übertraf.

Rund 15 Prozent der IT-Fachkräfte in Deutschland sind Frauen. Dieses niedrige Beschäftigungsniveau zeigt, dass eine stille Reserve sind, die den Fachkräftebedarf der Zukunft abfedern könnte. Ein breites Engagement möchte Mädchen und junge Frauen für die so genannten MINT-Fächer begeistern. MINT steht für Mathematik, Ingenieurswissenschaft, Naturwissenschaft und Technik.

25% der Informatikstudierenden sind Frauen

Laut Angaben des Bundesamts für Statistik hat sich die Zahl der Erstsemester im Informatikstudium auf 35.439 Studierende erhöht. Darunter befinden sich 7.868 Frauen, die einen Anteil von 25% ausmachen. Diese Entwicklung zeigt, dass auch der Anteil der Frauen in den IT-Berufen zunehmen wird. BITKOM sieht viel Potenzial nach oben. Um dieses Ziel zu erreichen engagiert sich Bitkom unter anderem auch mit der Initiative „erlebe IT“ dafür, mehr Schüler und vor allem mehr Mädchen für ein Informatik-Studium zu begeistern.

Amerikanische Unternehmen der Digitalökonomie führen vor, dass dieses angestrebte Ziel von BITKOM durchaus realistisch ist. Bei PayPal beispielsweise beträgt der Frauenanteil 44 Prozent. Ebay liegt mit 43 Prozent knapp dahinter. Mit 39 Prozent, 37 Prozent und 33 Prozent beschäftigen Amazon, Twitter und Facebook Frauen in den eigenen Reihen.

Welche Bedeutung Frauen für die Datenwissenschaft haben, führte die Konferenz “Women in Data Science” vor, die Anfang Februar an der Standford Universität stattfand. Wichtige Vertreterinnen der Datenwissenschaft wie Janet George von Western Digital, Megan Price von Human Rights Data Analysis Group oder Fei-Fei-Li von Google Cloud haben dort aus der Praxis und Forschung referiert.

 

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