Krankenhäuser: Eckpunktepapier zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt das Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministeriums zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft.

Die Gesundheitswirtschaft zählt zu den wichtigsten deutschen Wirtschaftssektoren. Gleichzeitig weist sie den geringsten Digitalisierungsgrad auf. Um dies zu ändern, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ein Eckpunktepapier veröffentlicht. Wirtschaftsvertreter atmen auf.  

Das Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Energie hat vor Kurzem Eckpunkte zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft vorgelegt. Akteure der Gesundheitswirtschaft haben laut aufgeatmet. Die Bundeswirtschaftsministerin Zypries betont selbst, dass sie zu einen der größten deutschen Wirtschaftssektoren gehört. “Wenn wir es schaffen, Hemmnisse abzubauen und Innovationen Luft zum Atmen zu geben, bietet die Digitalisierung gerade in diesem Bereich viele Chancen.”, führt die Bundeswirtschaftsministerin aus.

DKG begrüßt das Eckpunktepapier

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) beispielsweise begrüßt den Vorstoß des Bundeswirtschaftsministeriums. „Die vorgesehene Förderung ist ein erster Schritt, um unserer Forderung nach einer besseren Finanzierung für die dringend notwendige Digitalisierung gerecht zu werden. Nicht nur Universitätskliniken, alle Krankenhäuser benötigen diese gezielte Förderung, um sich zukunftsfähig und sicher aufzustellen. Dazu hat die DKG ein mehrjähriges Sonderprogramm ‚Digitales Krankenhaus‘ des Bundes in Höhe von einer Milliarde Euro pro Jahr vorgeschlagen”, so Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der DKG.

Cyber-Attacken gefährden alle Kliniken

Im Eckpunktepapier des BMWi werden Förderungen von Investitionen der Universitätskliniken in die Digitalisierung in Höhe von 500 Millionen Euro vorgeschlagen. „Wir begrüßen ausdrücklich diesen Vorschlag. Die genannte Summe macht aber auch deutlich, welche Dringlichkeit bei der Unterstützung der Investitionen für die Krankenhäuser besteht. Es ist auch zu begrüßen, dass im Eckpunktepapier die Vorreiterrolle der Krankenhäuser hervorgehoben wird, die dann in den ambulanten Bereich ausstrahlen kann. Dies betrifft aber alle Krankenhäuser. Digitalisierung geht uns alle an und die stattfindenden Cyber-Attacken gefährden alle Kliniken. Deshalb bedarf es einer Aufstockung der vorgesehenen Förderung, damit alle Krankenhäuser partizipieren können“, erklärt Baum.  

Im Fokus Gesundheitsdaten

Bundeswirtschaftsministerin Zypries hebt hervor, dass lokale Experimentierräume ermöglicht und ganzheitliche Lösungen gefördert werden sollten. So können die Innovationen zum Wohle der Menschen genutzt werden. Das Papier sieht unter anderem vor, Akteuren der Gesundheitswirtschaft den Zugang zum Risikokapital zu erleichtern und Experimentierräume zu schaffen.

Im Fokus stehen auch die Gesundheitsdaten. “Um die bestehenden Diagnose- und Therapieverfahren zu verbessern, sollen Forschungsdaten, klinische Daten und Daten aus der Patientenversorgung unter strikter Wahrung des Schutzes personenbezogener Patientendaten bereitgestellt und verknüpft werden.”, heißt es in der Mitteilung des Bundesministeriums. Ebenso spielen telemedizinische Anwendungen und Telematikinfrastruktur eine wichtige Rolle. (DKG/BMWi/iovolution)

DOWNLOAD DES ECKPUNKTEPAPIERS
Im Eckpunktepapier „Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft“ identifiziert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Eckpunkte, um die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft zu beschleunigen und innovative Start-ups auf diesem Markt zu unterstützen. Sie kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*