Online-Handel: Typisch Deutsch!

Marktexperten erwarten eine Stagnation des Online-Handels. Allerdings erkennen sie auch neue Markttrends wie Online-Dienste rund um Mode.

Der Italiener nutzt den Online- und Offline-Handel anders als der Deutsche. Insgesamt entwickelte sich der E-Commerce weltweit positiv, allerdings gibt es nationaltypische Unterschiede. Die Experten erwarten eine Stagnation des Online-Handels und zeigen andere Trends auf.

Die ganz große Sorge ist nicht real geworden: der Online-Handel hat den klassischen Handel in den Innenstädten nicht verdrängt. Die jüngste Studie des Marktforschungsinstituts GfK zeigt, dass Kunden beide Vertriebskanäle ergänzen. Dies gilt auch im internationalen Vergleich. Allerdings zeigen sich nationaltypische Unterschiede.

Mode-Nationen wie Italien oder Frankreich

Kunden aus klassischen Mode-Nationen wie Italien und Frankreich ziehen es vor, nur offline einzukaufen. Gerade zwei Prozent der Italiener nutzen ausschließlich das Internet. Demgegenüber stehen 73 Prozent der Italiener, die ausschließlich den Offline-Handel vor Ort im Laden vorziehen. Zum Vergleich: Während acht Prozent der Deutschen nur das Internet vorzieht, sind es beim Offline-Handel 51 Prozent. 41 Prozent nutzen beide Kaufwege.

Laut der GfK-Studie hat sich der E-Commerce in Deutschland positiv entwickelt. Betrug der Marktanteil für Oberbekleidung, die über das Internet bezogen wurden, 11,3 Prozent, hat er sich bis 2016 verdoppelt. Der Marktanteil für den Online-Handel in Großbritannien, Frankreich oder Italien entwickelt sich auf einem niedrigen Niveau. Die Experten des Marktforschungsinstituts GfK erwarten für die Zukunft, dass nach dem dynamischen Wachstum in den vergangenen Jahren, auf dem Online-Modemarkt eine Sättigung eintreten wird. Offenbar geht GfK davon aus, dass Online-Dienste rund um Mode an Bedeutung gewinnen werden.

Online-Dienste als neue Markttrends

“Das Netz bietet Modeinteressierten mittlerweile jede Menge Möglichkeiten, neue Trends aufzugreifen und das Beste aus sich herauszuholen. In Modeblogs, Online-Zeitschriften und in Youtube-Videos finden sich unzählige Tipps, wo man die neuesten Must-Haves der Saison kaufen kann oder wie man sie am besten kombiniert. Mithilfe des Internets lassen sich aber auch vorhandene Kleidungsstücke besser nutzen, so zum Beispiel mit der Mode-App ‘daily dress’.”, führen die Autoren der Studie an.

Die als Beispiel angeführte App hilft nicht nur, den Kleiderschrank-Bestand je nach Wetter oder Anlass digital zu kombinieren. Fehlt ein passendes Kleidungsstück, kann es direkt bei großen Online-Händlern direkt bestellt werden.  

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