Die Verbände begrüßen den Vorstoß der Bundesregierung, Deutschland und Europa zum führenden Standort in der Forschung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz zu machen. Zugleich fordern sie mehr Tempo und konkrete Umsetzungen.

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Die Verbände begrüßen den Vorstoß der Bundesregierung, Deutschland und Europa zum führenden Standort in der Forschung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz zu machen. Zugleich fordern sie mehr Tempo und konkrete Umsetzungen.

“Künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren eine neue Reifephase erreicht und entwickelt sich zum Treiber der Digitalisierung und Autonomer Systeme in allen Lebensbereichen.”, stellt die Bundesregierung in ihrem Strategiepapier zur Künstlichen Intelligenz fest. Staat, Gesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft seien aufgefordert, sich den Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz (KI) zu stellen.

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Ziel der Bundesregierung ist, mit den Eckpunkten die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von künstlicher Intelligenz in Deutschland auf ein weltweit führendes Niveau zu bringen. Die Nutzung Künstlicher Intelligenz soll verantwortungsvoll und zum Wohle der Gesellschaft vorangebracht und neue Wertschöpfungspotenziale sollen erschlossen werden, heißt es aus der Bundesregierung. Die Kabinettvorlage wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingebracht.

„Künstliche Intelligenz hält Einzug in unseren Alltag und wir wollen, dass diese Technik den Menschen hilft. Daher stellen wir den Nutzen für den Menschen in unserem Lande in den Mittelpunkt unserer KI Strategie. Richtig gestaltet ist KI ein wichtiger Schlüssel für Wachstum und Wohlstand,“ bringt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek ihren Standpunkt auf den Punkt. So soll die Forschungslandschaft in Deutschland mit Kompetenzzentren ausgebaut und auch mit Europa vernetzt werden.

Aufbruchssignal an Unternehmen und Gründer

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet KI sollen nach Deutschland kommen und auch für den Nachwuchs sollen die Arbeitsbedingungen so attraktiv wie möglich gestaltet werden. Zusätzliche Professuren für KI sollen mit den Ländern eingerichtet werden. Zudem werden neue Wege der Forschungsförderung eingeschlagen: eine Agentur für Sprunginnovationen soll gegründet werden, die sich auch dem Thema Künstliche Intelligenz annehmen wird. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betont hingegen, dass KI eine Basis-Innovation ist, die Wirtschaft und das Leben der Menschen in Deutschland verändern und verbessern wird. Sie stelle eine Schlüsselfrage für Deutschland und Europa dar.

“Deshalb wollen wir, dass Anwendungen von Künstlicher Intelligenz auch nicht irgendwo auf der Welt entwickelt und umgesetzt werden, sondern hier bei uns in Deutschland und Europa. Wir senden ein Aufbruchssignal an Unternehmen und Gründer, denn es geht vor allem darum, unsere hervorragenden Forschungsergebnisse auch in Produkten und Dienstleistungen anzubieten und Deutschland so zu einem weltweit führenden Standort für KI zu machen”, führt Altmaier an.  

INHALT:

 

Die Bundesregierung wird bis Ende November dieses Jahres eine Strategie Künstliche Intelligenz (KI) erarbeiten und diese auf dem Digital-Gipfel 2018 in Nürnberg öffentlich vorstellen. Die vorliegenden Eckpunkte bauen unter anderem auf den Empfehlungen des Fachforums Autonome Systeme der Hightech-Strategie vom 20. März 2017 und der Expertenanhörung auf Einladung der Bundeskanzlerin am 29. Mai 2018 sowie Vorarbeiten der Bundesministerien auf.

 

Download (pdf): Eckpunkte der Bundesregierung für eione Strategie Künstliche Intelligenz

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil rückt den Menschen in den Mittelpunkt. „Aus Sicht der Arbeitspolitik heißt das aber auch: Wir müssen genauso viel in die Kompetenzen von Menschen investieren wie in Technologie.” Er macht deutlich, dass Kooperation statt Konkurrenz zwischen Menschen und Maschinen” erforderlich sei, um so die menschliche Produktivität durch neue Technologie zur Entfaltung zu bringen. Dafür wurde im Bundesarbeitsministerium eine “Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft” gegründet, die international gute Beispiele für menschenzentrierte Anwendungen künstlicher Intelligenz bzw. intelligenter Werkzeuge in der Arbeitswelt identifizieren soll.

Die Eckpunkte stellen die Grundlage für die Strategie Künstliche Intelligenz dar, die in den nächsten Monaten erarbeitet wird. Dazu wird die Bundesregierung in den nächsten Wochen einen Konsultationsprozess mit bundesweit arbeitenden Organisationen, Verbänden und Institutionen sowie Expertenworkshops und Fachforen durchführen. Auf dem Digitalgipfel am 3. und 4. Dezember 2018 soll die konkrete Strategie vorgestellt werden.

Verbände begrüßen die KI-Strategie

„So wie Deutschland heute als Industrie- und Automobilnation gilt, so muss das Deutschland der Zukunft eine KI-Nation sein. Künstliche Intelligenz läutet eine neue Stunde Null in der Weltwirtschaft ein”, erklärt Bitkom-Chef Achim Berger in seinem Statement. “Was vor Urzeiten fruchtbare Böden und in der Industriegesellschaft moderne Maschinenparks waren, das wird in der Datenwirtschaft der Zukunft die Künstliche Intelligenz sein.” Der Digitalverband Bitkom und sein Präsident begrüßen daher, dass zum ersten Mal umfassend die riesigen Chancen von KI benannt werden – für die Gesellschaft, für die Wirtschaft, für die Verwaltung, für den Arbeitsplatz. Dafür braucht es nicht in erster Linie Computer, sondern Köpfe und Daten.

Iris Plöger begrüßt ebenfalls den Vorstoß der Bundesregierung. Sie ist Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Allerdings wünscht sie zugleich, dass die Bundesregierung ihre KI-Strategie zügig konkretisiert und weiter Tempo macht. ”Es ist entscheidend, unsere industrielle Stärke mit den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz zu kombinieren. Mittel für KI-Forschung sollte es in möglichst vielen industrienahen Förderprogrammen geben”, fordert sie einer Stellungnahme. (bmbf/bitkom/bdi/iovolution)