Insbesondere die Personalleiter kleiner und mittelständischer Unternehmen bewerten die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als problematisch. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts und der Firma Randstad. Für insgesamt 76% der Befragungsteilnehmer überwiegen die negativen Aspekte der DSGVO.

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Insbesondere die Personalleiter kleiner und mittelständischer Unternehmen bewerten die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als problematisch. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts und der Firma Randstad. Für insgesamt 76% der Befragungsteilnehmer überwiegen die negativen Aspekte der DSGVO.

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die von der EU erlassene neue Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO. Sie regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen. Dieser Vorstoß stellt eine Vereinheitlichung der bislang unterschiedlichen nationalen Gesetze und Richtlinien dar.

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Seit Wochen werden Erforderlichkeit, Sinn und Umsetzbarkeit der neuen DSGVO in Wirtschaft und Medien kontrovers diskutiert. Da die Personalleiter – als Verantwortliche für Umsetzung und Einhaltung – in besonderer Weise von der DSGVO betroffen sind, hat die Randstad ifo Personalleiterbefragung kurz vor dem Inkrafttreten der Verordnung rund 1.000 deutsche Personalleiter zu diesem Thema befragt.

In der Gesamtschau zeigen die Befragungsergebnisse, dass die Personalleiter die neue DSGVO überwiegend kritisch sehen: Für 76% der Befragungsteilnehmer überwiegen die negativen Aspekte. Dabei spielt es praktisch keine Rolle, in welchem Wirtschaftssektor die Unternehmen angesiedelt sind.

Quellen und weitere Informationen zur DGSVO-Befragung unter Personalleitern:

 

Besonders problematisch scheint die neue DSGVO vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen zu sein. Der Anteil, der die DSGVO kritisch bewertet, ist unter den kleineren Unternehmen (bis maximal 249 Beschäftigte) um bis zu knapp 10 Prozent höher als unter den großen Unternehmen mehr als 250 Beschäftigten. Wie die Kommentare widerspiegeln, bewegt die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Angst vor der bereits anlaufenden Abmahn-Maschinerie wegen angeblicher Verstöße gegen die DSGVO.

Insbesondere wird von den Befragten der Aufwand für die Umsetzung der DSGVO-Richtlinien benannt. 67 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. 40 Prozent geben dabei an, dass sie die Umstellung zwischen 1.000 und 10.000 Euro kostet. Weitere 39 Prozent beziffern die Kosten sogar auf bis zu 50.000 Euro. Darüber hinaus beklagen die Personalleiter einen enormen Arbeitsaufwand und hinterfragen.

Personalleiter erkennen auch Vorteile an der DSGVO

Wenngleich auch für den Großteil der Unternehmen die negativen Aspekte die positiven überwiegen, so können die Personalleiter der neuen DSGVO aber durchaus auch Gutes abgewinnen. Dies gilt vor allem für Großunternehmen. Nach den Sektoren betrachtet, stehen die Dienstleister der DSGVO am meisten positiv gegenüber, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe. Neben dem verbesserten Schutz von Daten nehmen die Befragten positiv wahr, dass die DSGVO zu einer Sensibilisierung im Umgang mit Daten geführt habe. Einige Unternehmen erwarten sogar Wettbewerbsvorteile gegenüber Unternehmen außerhalb der EU, die weniger Datenschutz und -sicherheit anbieten. (cesifo/iovolution)