Für die alltägliche Kommunikation ist WhatsApp unerlässlich geworden. Dabei ist es nur eine von vielen Anwendungen, die uns durch das Smartphone zugänglich geworden ist und unser Leben vereinfacht. Doch längst ist das Smartphone kein Phänomen der jüngeren Generation mehr.

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Mein Name ist Kamuran Sezer. Bei der Iodata GmbH verantworte ich die Bereiche Forschung und Kommunikation. Ich bin Ihr Ansprechpartner für folgende Themen: Studien, digitale Transformation und IO-Reifegradmodell.

Für die alltägliche Kommunikation ist WhatsApp unerlässlich geworden. Dabei ist es nur eine von vielen Anwendungen, die uns durch das Smartphone zugänglich geworden ist und unser Leben vereinfacht. Doch längst ist das Smartphone kein Phänomen der jüngeren Generation mehr.

Der GFK Verein hat eine Statistik zu „Ü50“-Mobilfunknutzern erstellt, wobei zwischen Handy- und Smartphonebesitzer unterschieden wird. Ein wichtiges Ergebnis dabei lautet: Handys sind bereits weit verbreitet, Smartphones verzeichnen allerdings ein immenses Wachstum (siehe Grafiken). Dies ergab eine Befragung von rund 2.000 Deutschen neben vielen anderen Europäern.

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Quelle: GfK Verein 2012-16

Gleiches gilt für die Gruppe Ü60. Die Autoren der Studie erklären sich dieses Phänomen, dass Personen dieses Alters Handys und Smartphones oft während ihres aktiven Arbeitslebens kennen- und schätzen gelernt haben. Für die Ü70 Gruppe gilt ein ähnlicher, wenn auch eher zögerlicher Wachstumstrend. Zwar sind Dreiviertel dieser Gruppe mit einem Handy ausgestattet, steigen aber kaum auf Smartphones um. Als Grund dafür sieht der GFK Verein den Wunsch nach telefonischer Erreichbarkeit in Notfällen. Dafür reicht ein Handy völlig aus. Zudem vermutet der GFK Verein eine höhere Treue zum eigenen Gerät statt den regelmäßigen Gerätewechsel, zumal es für neue Geräte nicht immer gut verständliche Anleitungen gibt.

Das Internet ist kein Neuland

Stattdessen stellt der GfK Verein die These auf, dass es keine Altersgrenze für das Internet geben werde: zwar wären ältere Menschen weitaus weniger häufig online, doch verzeichnet die Befragung einen klaren Trend. Dabei nimmt das Smartphone, nach Angaben des GfK Vereins eine immer größere Rolle ein. Es sei die Unabhängigkeit des Nutzers und dessen örtlich uneingeschränkte Fähigkeit zur Informationsbeschaffung, die auch ältere Menschen für sich entdeckt hätten. Denn genauso bietet das Smartphone Unabhängigkeit vom Festnetztelefon, weshalb auch ein Wachstum bei der Weitergabe von Mobil- statt Festnetznummern zu verzeichnen ist – nur eines von vielen Beispielen.

Quelle: GfK Verein 2012-16

Erkanntes Potenzial

Auf viele Weisen ist das Smartphone ein nützlicher Allrounder geworden, wie die folgende Grafik verdeutlicht. 

Auf Basis dieser Werte schlussfolgert der GFK Verein, dass der Ausspruch „Nicht ohne mein Smartphone“ längst nicht mehr Schlagwort einer ausschließlich jungen Lebenskultur sei. Denn längst sind die Geräte preisgünstig und praktisch, verdrängen so mühselige Vorgänge – lösen schlicht Alltagsprobleme. (gfk/iovolution)