Die Digitalisierung wird von IT-Spezialisten getragen. Dass diese Brücken schlagen müssen, sodass andere Branchen sich ihnen öffnen können, ist Gegenstand des Digital-Design-Manifest von Bitkom - ein Plädoyer für Veränderungen.

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Mein Name ist Michael Vetter und ich bin der Geschäftsführer der Iodata GmbH. Ich freue mich auf Ihre Fragen und Anliegen zum Unternehmen Iodata GmbH, zur Digitalisierung und zu datengetriebenen Geschäftsmodellen.  

Die Digitalisierung wird von IT-Spezialisten getragen. Dass diese Brücken schlagen müssen, sodass andere Branchen sich ihnen öffnen können, ist Gegenstand des Digital-Design-Manifest von Bitkom – ein Plädoyer für Veränderungen.

Wer ein Haus bauen will, der schickt nicht einfach die besten Maurer und Zimmerleute auf eine Baustelle und lässt sie loslegen. Vielmehr engagiert er zunächst einen erfahrenen Architekten, der für die Gestaltung des Gebäudes verantwortlich ist. Bei der Gestaltung von Digitalisierungsvorhaben fehlt es bislang in aller Regel an einem solchen „Architekten“ für die digitale Transformation des Unternehmens. Daher setzt sich der Digitalverband Bitkom für ein eigenständiges Berufsbild „Digital Designer“ ein.

Digital-Architekten

„Software ist der Kern der Digitalisierung und hat immer größeren Einfluss auf unser Leben und die Wirtschaft. Software-Entwicklung ist heute nicht einfach mehr nur das Schreiben von Programmen, es ist zum Gestalten komplexer Systeme geworden – in aller Regel aber ohne dafür gezielt ausgebildetes Personal“, sagt Dr. Frank Termer. Er leitet den Bereich Software beim Digitalverband. 

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Das Digital-Design-Manifest will einen Veränderungsprozess in Gang setzen. Denn technologische Exzellenz in der IT ist notwendig, aber nicht hinreichend für eine erfolgreiche Digitalisierung. „Wenn wir in Deutschland das volle Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen wollen, dann müssen wir eine Gestaltungsprofession für die Digitalisierung etablieren. Dazu muss besonders in der Ausbildung ein Umdenken einsetzen und über die reine Vermittlung technischer Fähigkeiten hinausgegangen werden“, so Termer.

Plurale Ausbildung

So legen aktuell 95 Prozent der Informatik-Studiengänge den Fokus allein auf die technologische Kompetenz der Nachwuchskräfte und kommen ohne Gestaltungsanteil aus. Nur bei fünf Prozent der Studiengänge spielen Gestaltungsdisziplinen wie Computervisualistik, Design, Multimedia oder Usability eine Rolle im Lehrplan. „Wir brauchen eine eigenständige und selbstbewusste Gestaltungsprofession für die Digitalisierung, mit einem klaren Berufsbild, definierten Verantwortlichkeiten und einer akademischen Kultur. Diese Gestaltungsprofession soll Digital Design genannt werden“, heißt es in dem Manifest, das inzwischen fast 300 Unterzeichner zählt.

„Die Initiative rund um das Manifest adressiert einen blinden Fleck in der bisherigen Diskussion über Digitalisierung. Sie will damit einen Beitrag leisten, damit Deutschland seine digitale Zukunft aktiv gestalten kann“, so Termer. Entsprechend lädt Bitkom am 5. November zur Konferenz „IT needs Design“ nach Dortmund ein. Die Teilnahme an der Diskussion um das das Digital-Design-Manifest ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos. Sie findet unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, statt. (bitkom/iovolution)

Durch die Digitalisierung hat sich Informationstechnologie (IT) von einer Nischentechnologie zum Rückgrat vieler Wirtschaftszweige entwickelt und ist wie die Elektrizität heute nicht mehr wegzudenken. Die immens wachsenden technischen Möglichkeiten werden zu tiefgreifenden Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft führen, die heute kaum absehbar sind. Die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung wachsen jeden Tag weiter. Die Fähigkeiten zur Nutzung dieser neuen Möglichkeiten, d.h. zur Gestaltung von sinnvollen und nachhaltigen digitalen Lösungen, wachsen allerdings nicht im gleichen Maße wie die technischen Fähigkeiten. […]