Einzelhandel: Zwischen Erlebniseconomy und Online-Bestellung

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Wird der Online-Handel den stationären Einzelhandel verdrängen? Lange Zeit galt dies als ein mögliches Szenario und war auch die Sorge von traditionellen Handelsunternehmen. Inzwischen gibt es Entwarnung. Die Konsumenten möchten auf den stationären Handel genauso wenig wie auf den Online-Handel bzw. das Internet als Informationsmedium verzichten. In den letzten Jahren entwickelte sich eine Diversifikation von online/offline-Vertriebswegen, die miteinander verknüpft sind. Omni-Channel heißt ein solches Vertriebskonzept, mit dem Konsumenten mindestens zwei Vertriebskanäle simultan nutzen.

  • Der Online-Handel hat den stationären Handel nicht verdrängt, wie es zu Beginn der New Economy befürchtet wurde.
  • Allerdings sind Online- und Offline-Vertriebswege miteinander verknüpft.
  • Forscher des Fraunhofer Instituts erwarten, dass die Zukunft des Handels in Deutschland in zwei Richtungen entwickeln wird: Vollsortiment versus kleine Dorfläden.
  • Um Trends, Innovationen und Geschäftskonzepte zu testen, hat das Fraunhofer Institut das “Josephs”, ein Testlabor, in Nürnberg gegründet.

 

Doch damit ist nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. In den USA wird beispielsweise bereits über den “post-omni-channel”-Vertriebskanal laut nachgedacht. Hierzulande wird über die Zukunft des Handels besonders unter dem Eindruck der demografischen Entwicklung diskutiert. Immer mehr Menschen verlassen die ländlichen Regionen in Richtung der Städte. Während die Zahl der Stadtbewohner steigt, sinkt sie in den Dörfern, so dass für kaum einen Einzelhandel sich rentiert, dort Läden zu betreiben.

Vollsortiment in der Stadt, kleine Läden im Dorf

Stefan Wolpert vom Fraunhofer Institut in Nürnberg prognostiziert daher eine zweigleisige Entwicklung. Im Interview für Deutschlandfunk führt er an, dass in den Städten immer mehr große Einzelhandelsgeschäfte mit einem Vollsortiment geben wird. Auf dem Land hingegen werden es kleinere Geschäfte, die mit Online-Handel verknüpft sind.

Dort können Konsumenten im Online-Shop vorab einen Warenkorb zusammenstellen, die sie dann im Geschäft abholen können. Waren, die der kleine Einzelhandel nicht besitzt, werden geliefert. Für Wolpert stellt dies kein Problem angesichts sinkender Logistikkosten dar. Eine weitere Entwicklung nennt er den “Erlebniseinkauf”. Shopping ist inzwischen mehr als Einkaufen und die Versorgung von Waren. Es hat den Charakter einer Freizeitaktivität eingenommen und konkurriert mit Kinos oder Kletterhallen. In dieser Erlebniseconomy sind die Kunden bereit, mehr für die Waren und das Erlebnis zu bezahlen.

Stefan Wolperts Prognosen sind deswegen besonders interessant, weil seine Erkenntnisse im ersten Testlabor des Fraunhofer Instituts entstanden sind. “Josephs”, benannt nach Joseph Fraunhofer, ist ein Mitmach-Labor und anwendungsorientierte Denkfabrik, die im Gewand eines herkömmlichen Ladengeschäfts in der Nürnberger Innenstadt ihren Sitz hat. Zu den üblichen Geschäftszeiten können Besucher und Interessenten Josephs aufsuchen und Teil eines realen Experiments werden.

Einzelhandel ist drittgrößter Wirtschaftszweig

  • 300.000 Unternehmen an 410.000 Betriebsstätten
  • 459,8 Milliarden Euro Jahresumsatz
  • 50 Millionen Kundenkontakte täglich
  • ca. 3 Millionen Beschäftigte
  • 160.000 Auszubildende                                                             
  • Quelle: einzelhandel.de (PDF)

Reallabor für Daten und Wissen

Auf 400 Quadratmeter präsentieren unterschiedliche Unternehmen ihre Produkte, Services und Geschäftsideen richtigen Konsumenten, von denen sie Feedbacks erhalten. Dafür können sie die Ausstellungen entdecken, ausprobieren und sogar nach ihren eigenen Ideen gestalten. In Workshops und Vorträgen erhalten die Besucher und das Fachpublikum interessante Inputs zu unterschiedlichen Themen des Handels. Für die Feedbacks hält Josephs einige technische Features bereit, um die Meinungen der Besucher auf unterschiedliche Weise zu erheben.

Genau wie die InnovationLabs, wie sie die Deutsche Bank einsetzt, um neue Geschäftsmodelle im Digitalzeitalter auszuprobieren, ist “Josephs” für den Einzelhandel ein Reallabor, um wichtige Daten und Erkenntnisse für Innovationen und Geschäftsmodelle zu gewinnen.

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Wer oder was ist die Iodata GmbH?

Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

Wer oder was ist Qlik?

Qlik unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt, schneller zu reagieren und intelligenter zu arbeiten. Mit unserer End-to-End-Lösung können Sie das Potential Ihrer Daten maximal ausschöpfen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen. Unsere Plattform ist die einzige auf dem Markt, die Ihnen uneingeschränkte Auswertungen ermöglicht, bei denen Sie sich ganz von Ihrer Neugier leiten lassen können. Unabhängig von seinem Kenntnisstand kann jeder echte Entdeckungen machen und zu konkreten geschäftlichen Ergebnissen und Veränderungen beitragen. Bei Qlik geht es um viel mehr als um Datenanalysen. Es geht darum, Menschen zu ermöglichen, die Erkenntnisse zu gewinnen, die echten Wandel vorantreiben. Dass wir beispielsweise Gesundheitssysteme beim Aufdecken von Abweichungen in der Versorgung unterstützen, damit sie Patienten erfolgreicher behandeln können. Einzelhändlern helfen, ihre Lieferketten transparenter zu machen und für einen ungehinderten Warenfluss zu sorgen. Oder durch Nutzung von Daten unseren Beitrag zur Bewältigung großer sozialer Probleme wie den Klimawandel zu leisten. Mit anderen Worten: Es geht uns darum, etwas zu bewirken. 

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