Rhetorik: Besser reden dank Data Science

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Was unterscheidet exzellente Redner vom Rest? Auf diese Frage hat nun ein Datenwissenschaftler gegeben, der mithilfe einer Software über 100.000 Reden untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Merkel-Raute eine schlaue Geste der Bundeskanzlerin ist. (Foto: Open Knowledge, FlickR)

Matt Abrahams ist Dozent an der Standford Business School und lehrt dort zu Organisationslehre mit Schwerpunkt auf Verhalten in Organisationen. Für den Blog der Elite-Einrichtung hat er einen interessanten Ratgeber-Beitrag verfasst, der Gegenstand vieler Artikel in Managermagazinen ist: wie hält man eine überzeugende Rede. Spannend an seinem Beitrag ist, dass die Ratschläge auf eine datenwissenschaftliche Untersuchung zurückgehen.

Noah Zadan ist ein Datenwissenschaftler, der mithilfe von Daten die Kommunikation von Menschen untersucht. Aus diesem Anliegen hat er auch ein Geschäftsmodell gemacht und das Unternehmen “Quantified Communications” gegründet. Zadan ist auch Gastdozent in den Vorlesungen von Abrahams am Standford Business School.

Kein Jargon nutzen und Begriffe definieren

Mithilfe Data Science hat Zadan über 100.000 Reden von Unternehmenskapitänen oder Politikern untersucht. Dabei hat er ihr Verhalten gemessen und bewertet: Wortwahl, Sprachlaut, Mimiken und Gestiken. Herausgekommen sind konkrete Hinweise und Tipps in vier Kategorien. Auf die Arbeiten von Zadan zurückgreifend, empfiehlt Abraham in seinem Beitrag, Jargons zu vermeiden. Es könnte das Publikum irritieren. Doch die richtige Wortwahl hängt vom Publikum ab, so dass man ausreichend Zeit nehmen soll, um die kritischen Begriffe zu definieren.

Er empfiehlt zudem abweichende Wortwahl wie “in der Art wie” oder “Ich glaube” strikt zu vermeiden. Eine solche defensive Wortwahl empfiehlt sich für das persönliche Gespräch im kleinen Kreis, untergräbt aber vor einem größeren Publikum die Glaubwürdigkeit. Überhaupt ist ein schlanker Vortrag besser als ein verschachtelter Satz. Auf Papier kann ein Leser nachlesen, falls er etwas nicht versteht. Diese Möglichkeit hat ein Publikum beim Vortrag nicht.

Keine Angst vor “ähms”

Eine wichtige Kategorie stellt der Sprachlaut. Abraham vergleicht die Stimme mit einem Blasinstrument, das man lauter, weicher, schneller oder langsamer spielen kann. So verhält es sich auch mit der Stimme. Erhöht man seine Stimmvielfalt um 10 Prozent, hat es erheblichen Einfluss auf die Aufmerksamkeit des Publikums. Weniger ausdrucksstarke Redner sollen auf emotionale Wort wie “wertvoll” oder “herausfordernd” setzen, so die Empfehlung.

Ebenso wenig ist es nicht nötig, dass Redner Angst vor “ähms” oder “öhms” haben. Die Untersuchung hat ergeben, dass das Publikum auf den Inhalt konzentriert ist. Sie sind dann ein Störfaktor, wenn der Redner von einem Sinnabschnitt zum nächsten wechselt. Abraham empfiehlt, einen Satz beim Ausatmen zu beenden und einen neuen Satz mit dem Einatmen zu beginnen. Auf diese Weise werden die Lückenfüller automatisch vermieden.

Das Publikum in Quadranten unterteilen

Die nonverbale Kommunikation ist sehr wichtig, weil das Publikum hierüber die Kompetenz des Redners wahrnimmt. Mit Blickkontakt und Gestiken schafft er Vertrauen, allerdings muss er einige Regeln beachten. Wer mit den Händen gestikuliert, der soll den Platz über die Schulterbreite hinaus nutzen – oder die Bundeskanzlerin Angela Merkel nachahmen. Mit ihrer berühmten Merkel-Raute hält ihre Hände ruhig auf der Höhe des Bauchnabels. Da es bei einem größeren Publikum schwierig ist, den Blickkontakt zu jedem zu halten, empfiehlt es sich, das Auditorium in Quadranten zu unterteilen. So kann intensiveren Blickkontakt schaffen.

In der letzten Kategorie geht es um Authentizität und Empathie. Authentische Redner werden stärker vertrauenswürdig und glaubwürdig eingeschätzt. Hier ist es wichtig, dass der Redner sich bewusst macht, was ihn am Thema begeistert. Im TED-Talk kann man überprüfen, wie gut Noah Zadan seine Erkenntnisse anwendet.  

 

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