Digitalisierung: Das Problem ist nicht der Mittelstand

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Der Mittelstand verpasst die Chancen der Digitalisierung heißt es oft. Eine Studie der KfW-Bankengruppe zählt eine Reihe von starken Erschwernissen, die mittelständische Unternehmen auf dem Weg in das Digitalzeitalter belasten.   

Es wird immer laut, wenn Experten mittelständische Unternehmen an die Digitalisierung erinnern. Oft heißt es, dass der Mittelstand eine wichtige Entwicklung verpasst. Mittelstand und Digitalisierung sind dabei ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite steht der Mittelstand vor einem langen Weg, der viele Unwägbarkeiten bereithält. Auf der anderen Seite steht der Mittelstand vor zahlreichen Herausforderungen.

Die Studie des “Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)” und “infas – Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH” kommen in ihrer Studie zu diesem Ergebnis. Die im Auftrag der “KfW Bankengruppe” durchgeführte Untersuchung trägt den Titel “Digitalisierung im Mittelstand: Status Quo, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen” ist bereits im August 2016 erschienen. Die Autoren beleuchteten alle relevanten Faktoren auf dem Weg in die Digitalisierung von Unternehmen.

Internetgeschwindigkeit als Hemmnis

So führen die Autoren an, dass die Rahmenbedingungen für den Mittelstand nicht optimal sind: besonders die Geschwindigkeit der Internetverbindung bewerten die befragten Unternehmen als “starkes Erschwernis” an. Die Geschwindigkeit der Internetverbindung empfinden Unternehmen insgesamt als unzureichend, unabhängig davon, ob sie auf eine Internetverbindung mit mehr als 50 Megabit pro Sekunde oder weniger zugreifen. “Unternehmen, die jetzt schon über schnelles Internet verfügen, haben folglich auch recht hohe Ansprüche an das Internet und würden eine weitere Beschleunigung der Verbindung als vorteilhaft ansehen.”, heißt es in der Studie.

Ein zentraler Befund der Studie mit Blick auf die Erschwernisse bezieht sich auf die Finanzierung der Digitalisierung. Demnach werden Digitalisierungsprojekte zu 77 Prozent durch Cash-Flow finanziert. 17 Prozent greifen auf Leasing zurück. Lediglich fünf Prozent der Unternehmen finanzieren ihre Digitalisierungsprojekte mit Bankkrediten. Dies ist insofern beeindruckend, da bei anderen Sachinvestitionen die Finanzierungsanteile sich unterscheiden. Dort liegt der Anteil der Bankkredite bei 20 Prozent.  

Höhere Risiken bei Digitalisierungsprojekten erschweren Kreditfinanzierung

“So entstehen im Rahmen von Digitalisierungsprojekten vor allem Aufwendungen für Personal und Vorleistungen und ein vergleichsweise geringer Anteil an materiellen Investitionen. [..] Dadurch kann die Verfügbarkeit von Sicherheiten aus Digitalisierungsprojekten zur Beschaffung von externem Kapital eingeschränkt sein. Hinzu kommt, dass Digitalisierungsprojekte einem höheren Risiko unterliegen können, z.B. durch rechtliche Unsicherheiten oder Unsicherheiten über zukünftige Standards.”, fassen die Autoren die Gründe für die erschwerten Finanzierungsbedingungen zusammen.

Als weitere Hemmnisse in der Digitalisierung nennen mittelständische Unternehmen die mangelnde IT-Kompetenz des Personals (67 Prozent). Rund 55 Prozent nennen Mangel an IT-Fachkräften als ein Problemfeld. In Korrespondenz dazu steht die Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation. Etwa 57 Prozent der Befragten führen es als Erschwernis an.

Günstige Rahmenbedingungen schaffen

Die Studie der KfW-Bankengruppe zeigt, dass der Ruf nach einer schnellen Digitalisierung des Mittelstands von Rahmenbedingungen abhängt. Die Ausbildung von IT-Kompetenzen in der Schule, ausreichende Weiterbildungsmöglichkeiten, Verbesserung der Internetverbindungen und attraktive Finanzierungsangebote für Digitalisierungsprojekte sind nur einige Maßnahmen, die mittelständische Unternehmen auf dem Weg in das Digitalzeitalter helfen.

Die Studie “Digitalisierung und Mittelstand” im Auftrag der KfW-Bankengruppe kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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