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Prozessautomation: Die Branche wächst wieder

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Der Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) hat gute Nachrichten: nach Jahren bescheidener Wachstumszahlen erwartet der Verband eine positive Entwicklung. Sofern keine Störungen auf internationalem Parkett auftreten, prognostiziert der Branchenverband ein Wachstum im mittleren Bereich. Das ist eine gute Nachricht für Industrie 4.0.

Erhitzen, Kühlen, Verdampfen und Kondensieren von Stoffen sind Abläufe, die zu einer Produktion gehören. Wird dabei gemessen, gesteuert oder geregelt, handelt es sich um Prozessautomation. Sie benötigt dafür Mess- und Analysegeräte, Leitsysteme, Computertechnologien und Softwareengineering. Es dürfte schnell deutlich geworden sein, dass Prozessautomation eine wichtige Säule von Industrie 4.0 ist.

Nikolaus Krüger, Vorsitzender des Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung im ZVEI-Fachverband Automation hebt diese Bedeutung der Prozessautomation stark hervor. „Die Prozessautomation treibt den digitalen Wandel weiter voran“, sagt Krüger. Das Geschäft mit Industrie-4.0-Lösungen wachse stetig. „Besonders Softwarelösungen zur Prozessanlagensteuerung werden immer stärker nachgefragt“, so Krüger.

Und in der Tat: die elektrische Prozessautomation wächst 2017 deutlich. „Nach einem geringen Zuwachs bei den weltweiten Auftragseingängen im vergangenen Jahr, rechnen wir für das Jahr 2017 mit einem währungsbereinigten Wachstum von etwa sechs bis sieben Prozent. Stimmung und Lage in der Branche sind derzeit gut“, sagt Krüger, der zugleich Vertriebsvorstand bei Endress + Hauser Management ist. Krüger und der ZVEI erwarten, dass das wirtschaftliche Umfeld auch im kommenden Jahr positiv bleibt. Wenn sich die Situation auf dem internationalen politischen Parkett nicht verschärft, ist ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich denkbar, so die Erwartungen.

Chemie, Wasser und Nahrungsmittel als Wachstumstreiber

Das Wachstum des Branchensegments wird von Bestellungen in China, USA und Zentraleuropa angetrieben. Im Mittleren Osten, Indien und Brasilien gestaltet sich das Geschäft noch verhalten. Wachstumsimpulse setzten vor allem die Branchen Chemie, Wasser, Nahrungs- und Genussmittel sowie Mineral & Mining. Das Öl- & Gas-Geschäft springt langsam wieder an, während sich das Kraftwerks-Geschäft noch verhalten gestaltet. Instrumentierung und Prozessanalytik, insbesondere Flüssigkeitsanalyse, laufen nach wie vor besser als das Projektgeschäft. (zvei/iovolution)

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