In Sachen Digitalisierung ist die deutsche Wirtschaft spitze und lahm zugleich. Zu dieser - auf den ersten Blick - ambivalenten Erkenntnis gelangt die Studie einer führenden Unternehmensberatung. Größere Unternehmen blicken auf beste Voraussetzungen, werden aber durch den Mangel an Spezialisten im eigenen Haus ausgebremst.

Schrödingers Digitalisierung: Ernüchternd und lobenswert zugleich

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In Sachen Digitalisierung ist die deutsche Wirtschaft spitze und lahm zugleich. Zu dieser – auf den ersten Blick – ambivalenten Erkenntnis gelangt die Studie einer führenden Unternehmensberatung. Größere Unternehmen blicken auf beste Voraussetzungen, werden aber durch den Mangel an Spezialisten im eigenen Haus ausgebremst. 

Es ist die Unternehmensberatung Capgemini, die sich im deutschsprachigen Raum bei mehr als hundert Unternehmen regelmäßig zur Befindlichkeit in Bezug auf die Digitalisierung erkundigt. Aus diesen Daten entsteht eine IT-Studie, die auf den ersten Blick ein ernüchterndes Bild abgibt. Denn der Grad der Digitalisierung in Deutschland sei noch ausbaufähig. Die Verantwortlichen der IT-Abteilungen fühlten sich trotz zunehmender Investitionen nur mittelmäßig erfolgreich in ihrer Ambition, die digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben. Allerdings, so schrieben die Autoren der Studie, sei es lobenswert, dass immerhin schon gut zwei Drittel der Unternehmen intelligente Technologien nutzen.

Steigende Effizienz, Mangel an Innovationen

Wer die Studie von Capgemini liest merkt, dass die Befragten Unternehmen sich darin einig sind, dass die Instrumente der Digitalisierung eine Erhöhung der Effizienz mit sich bringen. Dies kommt intern wie extern gut an, vereinfacht die Sachverhalte für alle Akteure. Doch während bestehende Prozesse optimiert werden, mangelt es an der Entwicklung gänzlich neuer, die auf besagten Instrumenten basieren.

Allerdings ist es kein Geheimnis, dass Deutschland auf Trends oft verzögert reagiert. Erkannt wurden die Potentiale schon, was Themen wie dem Aufbau einer unternehmenseigenen, interdisziplinären IT- und Datenkompetenz einen Aufschwung gibt. So werden Teams, welche diese Anforderungen erfüllen, aufgebaut und gefördert. Genauso verhält es sich mit Fragen der internen Vernetzung und Analyse von Daten, beispielsweise im Rahmen von Cloud Lösungen.

Komplexe Technologien: Meist nur für einfache Aufgaben

Die Aufbaumaßnahmen der Unternehmen befähigen zum Einsatz komplexer Technologien wie dem Machine Learning mit dem eine Künstliche Intelligenz (KI) zur automatisierten Erfüllung von Aufgaben trainiert werden kann. Besonders zur Erfüllung einfacher, oft zeitraubender Aufgaben werden sie gern eingesetzt. Bei komplexen Aufgaben dagegen fehlt es oft noch an Vertrauen, weshalb der Mensch der KI vorgezogen wird.

Bisher finden sich die Anwender dieser Möglichkeiten im deutschen Raum eher in Konzernen und bei größeren Mittelständlern. Von den befragten Unternehmen würden zwar rund 70 Prozent die Technologien schon einsetzen, allerdings gilt dies bei mehr als 50 Prozent der Akteure nur in geringem Umfang. Damit bleiben 19 Prozent der befragten Unternehmen, die diese neuen Technologien intensiv einsetzen. Bei ihnen handelt es sich um Großunternehmen und größere Mittelständler. Sie haben allerdings das Potenzial, eine wertvolle Speerspitze auf dem Weg Deutschlands in die Digitalisierung zu bilden. 

„Größere Unternehmen haben in der Regel gute Voraussetzungen für den Einsatz intelligenter Technologien, da sie genügend nutzbare Daten und bereits Erfahrung mit Big Data gesammelt haben“, kommentiert Dr. Uwe Dumslaff, Chief Technology & Innovation Officer bei Capgemini in Deutschland die Ergebnisse. „Ausgebremst werden sie hauptsächlich durch einen Mangel an Spezialisten im eigenen Haus. Um schnell starten zu können, bietet es sich daher an auf externe Partner zurückzugreifen – sowohl bei der Entwicklung der Einsatzszenarien und der Datenaufbereitung als auch beim Betrieb der Anwendung. (capgemini/iovolution)

Komplexe Technologien: Meist nur für einfache Aufgaben

Viele Unternehmen stecken noch mitten in der Digitalisierung, da kommt nach Cloud und Big Data die nächste große Herausforderung auf sie zu: intelligente Technologien. Ihre Nutzung steht zwar noch am Anfang, sie werden aber offenbar schneller adaptiert als beispielsweise die Cloud. Das liegt einerseits an den guten Rahmenbedingungen. Die IT-Budgets bewegen sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Andererseits haben sich viele Unternehmen in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit Big Data mit ihrer Dateninfrastruktur auseinandergesetzt. Wenn sie ihre Arbeit gut gemacht haben, können sie jetzt davon profitieren und mit intelligenten Technologien den nächsten Schritt gehen. Während sich die breite Masse noch wenig oder nur gelegentlich mit ihnen beschäftigt, gibt es eine kleine Gruppe von Vorreitern. Sie setzt sich intensiv mit intelligenten Technologien auseinander und kann als Modell für andere dienen, den Wandel zu gestalten. Wir haben untersucht, welche Unternehmen das sind, welche Voraussetzungen sie mitbringen und wie sie mit intelligenten Technologien umgehen. Das und mehr lesen Sie in der IT-Trends-Studie 2019. 

Mehr finden Sie hier.

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Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

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