Die Plattformökonomie boomt stärker als je zuvor. Digitale Plattformen aus den USA und China übernehmen den internationalen Markt, nur Deutschland bleibt bislang auf der Strecke.

Beitrag teilen

Share on xing
Share on linkedin
Share on twitter
Share on facebook
Share on google
Share on whatsapp

Vielen Dank für Ihr Interesse!

Mein Name ist Michael Vetter und ich bin der Geschäftsführer der Iodata GmbH. Ich freue mich auf Ihre Fragen und Anliegen zum Unternehmen Iodata GmbH, zur Digitalisierung und zu datengetriebenen Geschäftsmodellen.  

Die Plattformökonomie boomt stärker als je zuvor. Digitale Plattformen aus den USA und China übernehmen den internationalen Markt, nur Deutschland bleibt bislang auf der Strecke.

Ob bei der Suche nach einer neuen Wohnung, beim Online-Shopping, der Jobsuche oder beim Austausch mit Freunden in sozialen Netzwerken – digitale Plattformen sind inzwischen in allen Lebensbereichen verbreitet. Und längst nutzen auch Industrieunternehmen solche Plattformen für ihr alltägliches Geschäft. Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich, dass dieser Markt nicht mehr den großen Playern aus den USA oder China überlassen wird. Aber Deutschland hält sich hierbei im Hintergrund.

Haben Sie schon Ihre Datenanalyse für mehr Automatisierung, Agilität und neue Geschäftsmodelle erweitert?

Europäische Plattformökonomie

Europaweit gibt es bisher nur wenige Plattformen, die sich auf dem internationalen Markt behaupten können. Auch Deutschland hat sich bisher zurückgehalten, dabei wünschen sich 90 Prozent der deutschen Bürger, dass die Politik den Aufbau europäischer und deutscher Plattformen fördert. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.003 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Bis dato ist aber weder wirtschaftlich noch politisch viel passiert.

Smarte Regulierung der Plattformen

Gleichzeitig wünscht sich rund jeder zweite Deutsche (45 Prozent), dass digitale Plattformen stärker als bislang reguliert werden sollten. Wie könnte eine solche Regulierung aussehen? Unter anderem sind laut Bitkom in der Gesetzgebung ein Innovationscheck oder die stärkere Einbindung von Digitalexperten notwendig.

Zudem ist erforderlich, Plattformen differenzierter zu betrachten, da sie eine große Bandbreite an unterschiedlichen Geschäftsmodellen aufweisen und auf sehr unterschiedlichen Märkten aktiv sind. Wichtig ist außerdem eine kontinuierliche Marktbeobachtung, da Regulierung grundsätzlich kein Selbstzweck sein dürfe, sondern nur bei konkretem Marktversagen in Frage komme.

Wie digital ist Ihr Unternehmen?

Helfen Sie uns, damit wir Ihnen helfen können! Nehmen Sie bitte an unserer ersten Studie zur digitalen Transformation von KMU teil. 

Die Herausforderungen Deutschlands im internationalen Vergleich

Und dann müsse jedes mögliche Instrument der Regulierung dahingehend geprüft werden, ob damit das gewünschte Ziel erreicht wird oder ob alternative Maßnahmen besser geeignet sind. Genau eine solche Regulierung könnte in Zukunft dazu führen, dass die Wettbewerbsfähigkeit und der Markteintritt deutscher und europäischer Plattformanbieter politisch unterstützt und gefördert werden kann, damit der Wunsch nach europäischen Plattformen nicht weiter unerfüllt bleibt.   

Deutschland findet noch keinen Einstieg in die Welt der digitalen Plattformen. Bislang sind die hundert weltweit erfolgreichsten Plattformanbieter allesamt aus den USA. Doch wo liegen die Schwierigkeiten für deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich? Gerade Amazon setzt derzeit stark auf den Ausbau einer funktionierenden Logistik. Denn jedes Produkt soll möglichst schnell, bestenfalls innerhalb kürzester Zeit, beim künftigen Nutzer ankommen.

In den USA werden bereits viele Kunden noch am selben Tag von Amazon beliefert. Hier stecken auch ungenutzte Chancen für den deutschen und europäischen Markt. Die vorhandene Logistikkompetenz im eigenen Land könnte für Kooperationen mit Plattformgrößen sorgen, um auch die deutsche Wirtschaft am digitalen Plattformerfolg teilhaben zu lassen.