Abschaffung von Führungskräften: Neue Digitalisierungsstrategien der Deutschen Bahn

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Die Deutsche Bahn setzt in Problemstellungen der Digitalisierung künftig auf den Aufbruch hierarchischer Strukturen und die Etablierung eines Sparringspartners.

Um sich den Herausforderungen der Digitalisierung angemessen stellen zu können, verkündet Christa Koenen nun die Abschaffung der klassischen Führungskräfte. Als Geschäftsführerin von DB Systel und CIO der Deutschen Bahn AG, betrachtet Koenen eine Auflösung der festgefahrenen hierarchischen Strukturen als unabdingbar. Dieser Strukturwandel soll sich zunächst aber nur auf den konzerneigenen und rund 4.500 Mitarbeiter fassenden IT-Dienstleister DB Systel konzentrieren.

Etablierung der Cloud-first Strategie

Das Unterhalten von Schienennetzen, Zügen und Bahnhöfen zählte bisher zum Kerngeschäft der Deutschen Bahn. Doch angesichts der Digitalisierung, müsse sich das Unternehmen zu einem Vermittler für vernetzte Mobilität und einem Provider für datenbasierten Service weiterentwickeln, so Koenen. Das Hauptaugenmerk liegt dafür auf dem Daten-Management innerhalb der IT. Lokale Datenbanken sollen zukünftig konzernweit verfügbar und flexibel nutzbar gemacht werden, unter anderem um anspruchsvolle KI-Technologien zu realisieren.

In Folge dessen setzt der Konzern seit 2016 auch auf Cloud Computing. Für die sogenannte „DB Enterprise Cloud“, sollen alle IT-Anwendungen bis Mitte nächsten Jahres in die Public Cloud integriert werden. Um diese Cloud-first-Strategie umzusetzen, greift DB Systel auf Amazon Web Services (AWS) und Microsofts Azure als etablierte Cloud Anbieter zurück.

Eine konzerneigene IT-Infrastruktur sei aufgrund von rapiden Technikinnovationen keine zentrale Aufgabe mehr, begründet Koenen diese Entscheidung. Durch die Etablierung der neuen Strategie und den Verkauf des eigenen Rechenzentrums, sei das Unternehmen insgesamt flexibler und besser für die Anforderungen der Digitalisierung gewappnet.

Sparringspartner DB Systel

Die weitreichenden Folgen des Strategiewandels betreffen auch die Mitarbeiter von DB Systel. Geplant ist, die rund 700 Spezialisten der bisherigen IT-Infrastruktur umfassend weiterzubilden und für alternative Positionen im Internet-of-Things (IoT) oder im Cloud-Spektrum zu qualifizieren.

Umfassender sind allerdings die geplanten Änderungen für die Führungsebene des gesamten Unternehmens. Gut die Hälfte des ehemals disziplinarischen Vorstandes von DB Systel ist auf dem Weg in selbstorganisierte Teams gegliedert zu werden. Die aus sieben bis neun Mitarbeitern bestehenden Teams sind interdisziplinär zusammengesetzt und erledigen die anfallenden Aufgaben eigenverantwortlich, um sich flexibler anpassen zu können. Koenen sieht DB Systel dadurch als Sparringspartner für die Digitalisierungsprozesse der gesamten Deutschen Bahn AG.

Modernisierung des IT-Sektors

Was die bisherigen Schwerpunkte der IT-Abteilung bei DB Systel ablöst, sind außerdem Themen wie Datenanalyse und künstliche Intelligenz (KI). Zuletzt wurde die KI-basierte Technologie „Acoustic Infrastructure Monitoring“ (AIM) entwickelt, welche Störungen in mechanischen Anlagen noch vor ihrem Auftreten melden soll. Diese Predictive-Maintenance-Systeme werden mithilfe von Mikrofonen und Sensoren bereits an Rolltreppen und Weichen getestet.

Trotz zahlreichen Modernisierungsprozessen, habe die IT laut Koenen noch immer ein Imageproblem. Der IT-Sekor soll nicht länger als Kostenfaktor wahrgenommen werden, sondern als essenzieller Erfolgsfaktor der Digitalisierung begriffen werden. Sie wolle die IT entmystifizieren, um deren Auswirkungen und nicht länger Taten zu erläutern. Um sich zukünftig auf Auswirkungen und nicht länger auf Handlungen zu konzentrieren, müsse man die IT in ihrer Außenwahrnehmung entmystifizieren.

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Wer oder was ist die Iodata GmbH?

Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

Wer oder was ist Qlik?

Qlik unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt, schneller zu reagieren und intelligenter zu arbeiten. Mit unserer End-to-End-Lösung können Sie das Potential Ihrer Daten maximal ausschöpfen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen. Unsere Plattform ist die einzige auf dem Markt, die Ihnen uneingeschränkte Auswertungen ermöglicht, bei denen Sie sich ganz von Ihrer Neugier leiten lassen können. Unabhängig von seinem Kenntnisstand kann jeder echte Entdeckungen machen und zu konkreten geschäftlichen Ergebnissen und Veränderungen beitragen. Bei Qlik geht es um viel mehr als um Datenanalysen. Es geht darum, Menschen zu ermöglichen, die Erkenntnisse zu gewinnen, die echten Wandel vorantreiben. Dass wir beispielsweise Gesundheitssysteme beim Aufdecken von Abweichungen in der Versorgung unterstützen, damit sie Patienten erfolgreicher behandeln können. Einzelhändlern helfen, ihre Lieferketten transparenter zu machen und für einen ungehinderten Warenfluss zu sorgen. Oder durch Nutzung von Daten unseren Beitrag zur Bewältigung großer sozialer Probleme wie den Klimawandel zu leisten. Mit anderen Worten: Es geht uns darum, etwas zu bewirken. 

(C) iovolution.de - iodata GmbH 2020 in Zusammenarbeit mit futureorg Institut - Forschung und Kommunikation für KMU