Die Chancen, die durch eine bessere Implementierung von Daten in die Geschäftsmodelle von Unternehmen realisiert werden können, sind enorm. Trotz dieser zu erwartenden Tendenz ist der Reifegrad der Unternehmen bezüglich der Teilhabe an der Data Economy vielfach noch gering ausgeprägt. Was hält Unternehmen also davon ab, verstärkt Daten mit externen Partnern auszutauschen?

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Die Chancen, die durch eine bessere Implementierung von Daten in die Geschäftsmodelle von Unternehmen realisiert werden können, sind enorm. Trotz dieser zu erwartenden Tendenz ist der Reifegrad der Unternehmen bezüglich der Teilhabe an der Data Economy vielfach noch gering ausgeprägt. Was hält Unternehmen also davon ab, verstärkt Daten mit externen Partnern auszutauschen?

Die Unternehmen, die bereits digitale Daten erfassen bzw. diese in ihre Wertschöpfungsprozesse integrieren, sehen die größten Hemmnisse in Bezug auf rechtliche Fragen des Eigentums. Außerdem geben rund 82 Prozent der Unternehmen Fragen des Datenschutzes als Hemmnis für einen stärkeren Datenaustausch und Datenhandel mit externen Dritten an. Weitere rechtliche Fragen werden von drei Viertel der Unternehmen als Hemmnis identifiziert.

Hemmnisse für Datenaustausch und -handel

Ein weiteres bedeutendes Hemmnis stellt der unklare Nutzen des Datenaustauschs für einen der Handelspartner dar. Selbst wenn Unternehmen sich über den Wert der eigenen Daten nicht vollständig im Klaren sind, sind sie sehr drauf bedacht, potenzielle Unternehmenswerte, eigenes Know-how oder wettbewerbsrelevante Informationen über das eigene Unternehmen nicht an Externe weiterzugeben.

Unternehmen, die externe Informationen anfragen, müssen entsprechend nicht nur den Mehrwert für das abgebende Unternehmen darstellen, sondern auch die wettbewerbsrechtlichen Sorgen des Datenlieferanten aus der Welt schaffen. Rund 73 Prozent der Unternehmen geben an, dass ein unklarer Nutzen des Austauschs ein Hemmnis für Datenaustausch und Datenhandel darstellt.

Auch für das datenaufnehmende Unternehmen bestehen noch vielfach Schwierigkeiten, entsprechenden wirtschaftlichen Mehrwert aus den Daten zu generieren. Durch fehlende Datenstandards wird die Bearbeitung der gelieferten Daten teilweise erschwert, sodass diese gar nicht oder nur mit hohem Aufwand mit weiteren Bestandsdaten kombiniert werden können.

Optimierung der Datenstrukturen und Prozesse

Weniger kritisch sehen Unternehmen den Bedarf an Expertenwissen zur Verarbeitung der externen Daten zu einem Mehrwert für das Unternehmen. Trotz der Fachkräfteengpässe für Datenspezialisten sehen nur knapp die Hälfte der Unternehmen fehlende Expertise im eigenen Unternehmen als ein wichtiges Hindernis. Auch fehlende Marktplätze für Daten werden nur von rund 47 Prozent der Unternehmen als relevantes Hemmnis angesehen.

Ein möglicher Erklärungsgrund ist, dass sich viele Unternehmen in Deutschland noch im Prozess der Optimierung der internen Datenstrukturen und Prozesse befinden und neue, externe Datenquellen deshalb noch eine untergeordnete Rolle spielen. Nichtsdestotrotz sehen bereits knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen hier Handlungsbedarf.

Die geringste Zustimmung gaben rund 40 Prozent der Unternehmen für das Hemmnis Schwächen in der digitalen Infrastruktur. Da für Anwendungen der Data Economy oft eine entsprechend leistungsfähige digitale Infrastruktur bei beiden Partnern vorhanden sein muss, um einen flüssigen Ablauf zu gewährleisten, ist hier jedoch weiterhin Handlungsbedarf.

Bereitschaft zur Nutzung offener Plattformen und Marktplätze

Um den Datenaustausch zwischen Unternehmen effizient zu organisieren, bieten offene Datenmarktplätze große Potentiale, insbesondere in Bezug auf die Identifikation von passenden Daten für das eigene Geschäftsmodell und auf eine Standardisierung dieser Daten auf Basis der Anforderungen des Marktplatzes. Für die Mehrzahl der deutschen Unternehmen spielen offene Datenmarktplätze jedoch noch keine große Rolle. Nur rund 6 Prozent der Unternehmen mit digitalen Daten geben an, solche Marktplätze bereits zu nutzen.

Mögliche Gründe für die heute noch geringe Affinität zu offenen Markplattformen könnten in den Anforderungen der Unternehmen an Plattformen zum Datenaustausch bestehen. So stellen Datensicherheit, Datenschutz und Datensouveränität für nahezu alle Unternehmen eine zentrale Voraussetzung für die Nutzung von Handelsplattformen für Daten dar.

Neben der Vermittlung des Nutzens solcher offener Marktplattformen spielt damit das Vorhandensein und die Kommunikation der sicherheitsrelevanten Eigenschaften dieser Plattformen eine entscheidende Rolle. Den Unternehmen muss deutlich werden, dass sie bei der Nutzung von solchen Plattformen weiter die Hoheit über ihre Daten behalten und Datenschutz und Datensicherheit jederzeit gewährleistet bleiben. (iwkoeln/iovolution)

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Wer oder was ist die Iodata GmbH?

Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

Wer oder was ist Qlik?

Qlik unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt, schneller zu reagieren und intelligenter zu arbeiten. Mit unserer End-to-End-Lösung können Sie das Potential Ihrer Daten maximal ausschöpfen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen. Unsere Plattform ist die einzige auf dem Markt, die Ihnen uneingeschränkte Auswertungen ermöglicht, bei denen Sie sich ganz von Ihrer Neugier leiten lassen können. Unabhängig von seinem Kenntnisstand kann jeder echte Entdeckungen machen und zu konkreten geschäftlichen Ergebnissen und Veränderungen beitragen. Bei Qlik geht es um viel mehr als um Datenanalysen. Es geht darum, Menschen zu ermöglichen, die Erkenntnisse zu gewinnen, die echten Wandel vorantreiben. Dass wir beispielsweise Gesundheitssysteme beim Aufdecken von Abweichungen in der Versorgung unterstützen, damit sie Patienten erfolgreicher behandeln können. Einzelhändlern helfen, ihre Lieferketten transparenter zu machen und für einen ungehinderten Warenfluss zu sorgen. Oder durch Nutzung von Daten unseren Beitrag zur Bewältigung großer sozialer Probleme wie den Klimawandel zu leisten. Mit anderen Worten: Es geht uns darum, etwas zu bewirken. 

(C) iovolution.de - iodata GmbH 2020 in Zusammenarbeit mit futureorg Institut - Forschung und Kommunikation für KMU