Wie hat die Pandemie auf iodata ausgewirkt? Im exklusiven Interview erzählt sein Geschäftsführer, Michael Vetter, dass sich allen voran die Arbeitskultur nachhaltig verändert hat. Gleichzeitig hat die Pandemie dem Karlsruher Unternehmen neue Märkte eröffnet. Ein Rückblick mit Ausblick für das Jahr 2022.

Business Intelligence in 2022: Erst einmal die Hausaufgaben machen

Wie hat die Pandemie auf iodata ausgewirkt? Im exklusiven Interview erzählt sein Geschäftsführer, Michael Vetter, dass sich allen voran die Arbeitskultur nachhaltig verändert hat. Gleichzeitig hat die Pandemie dem Karlsruher Unternehmen neue Märkte eröffnet. Ein Rückblick mit Ausblick für das Jahr 2022.

Wie hat die Pandemie auf iodata ausgewirkt? Im exklusiven Interview erzählt sein Geschäftsführer, Michael Vetter, dass sich allen voran die Arbeitskultur nachhaltig verändert hat. Gleichzeitig hat die Pandemie dem Karlsruher Unternehmen neue Märkte eröffnet. Ein Rückblick mit Ausblick für das Jahr 2022.
Nach zwei Jahren Corona, welche Spuren hat die Pandemie bei der iodata hinterlassen?
 
Veränderungen hat es natürlich gegeben, sogar einige. Aber die prägendste Veränderung war sicher die Arbeitszeitregelung. Wir haben das Arbeitszeitmodell auf den Kopf gestellt, indem wir die Vertrauensarbeitszeit eingeführt haben.
 
Was hat sich verändert und warum war das neue Arbeitszeitmodell so prägend?
 
Sie war deswegen so prägend, weil wir die Vertrauensarbeitszeit auch dann beibehalten haben, als wir in der Zwischenzeit in unseren Büros arbeiten durften. Auch für mich persönlich war sie eine große Veränderung.
Wie das?
 
Ich habe meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nie kontrolliert. Trotzdem musste ich lernen, loszulassen.
 
Was war denn anders?
 
Es war ja ganz normal, dass das Team sich morgens im Büro trifft und jeder an seinem Platz sitzt, während der Arbeitszeit. Homeoffice gab es nur in außerordentlichen Situationen, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus wichtigen Gründen mal zu Hause bleiben mussten.
 
Michael Vetter, GF Iodata GmbH
 
Michael Vetter hat Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institute of Technology (KIT) studiert. Bevor er Unternehmer wurde, war er als Vertriebsingenieur für Siemens tätig. Im August 2000 hat er die Iodata GmbH gegründet. In den letzten 20 Jahren hat sich das Unternehmen vom bloßen Software-Reseller zur Unternehmensberatung weiterentwickelt.
 
Weitere Interviews:
 
 
Die Gründungsgeschichte von iodata:
 
Und hat sich jetzt deine Einstellung gegenüber Homeoffice verändert?
 
Absolut. Inzwischen finde ich diese Form der Arbeit sogar sehr sinnvoll. Niemand muss aus der Schweiz oder aus der Pfalz anreisen, um hier Aufgaben zu erledigen, die er von zu Hause vielleicht sogar noch viel besser machen kann. Über die Dauer der Coronapandemie habe ich gesehen, dass dieses Arbeitsmodell super klappt.
 
Wie hat das iodata-Team die neue Arbeitszeitregelung aufgenommen? Es sind ja neue Kolleginnen und Kollegen hinzugekommen.
 
Das Team hat die neue Arbeitszeitregelung durchweg positiv aufgenommen. Die Arbeit bei iodata ist mit hoher Reisetätigkeit verbunden. Die Berater und Vertriebler müssen raus zum Kunden. Im vergangenen Jahr zeichnete sich aber ab, dass einige Kolleginnen und Kollegen sich einen festen Arbeitsplatz wünschten.
 
Die Reisetätigkeit muss doch auch bei iodata durch die Pandemie eingebrochen sein, oder?
 
So war es auch. In den letzten zwei Jahren lief die Zusammenarbeit mit Kunden hauptsächlich remote ab. Es gab zwar einige Ausnahmen, weil die Kunden dies so wünschten. Wenn die Rahmenbedingungen stimmten, folgten wir diesen Wünschen. Aber die Reisekosten der letzten beiden Jahre sind eindeutig. Wir reisen so gut wie nicht mehr.
 
Wenn Berater und Vertriebler nicht reisen, wie steht es dann mit der Auftragslage?
 
In den letzten zwei Jahren haben wir viele neue Kunden gewonnen. Das Besondere ist, dass es sich um Kunden handelt, die wir vor der Pandemie wahrscheinlich nicht angesprochen hätten.
 
Wieso nicht?
 
Durch die Pandemie hat sich die Erwartung der Kunden gegenüber Präsenzmeetings verändert. Kein Kunde erwartet mehr ernsthaft, dass wir über mehrere Stunden anreisen, um ihnen einige Folien zu präsentieren. Das funktioniert über Webinare und Videokonferenzen genauso gut.
 
Dieser Umstand hat unsere Möglichkeiten vervielfacht, iodata am Markt zu platzieren. Das ist im Übrigen eine gute Nachricht nicht nur für uns, sondern für alle Business Intelligence-Enthusiasten. Alle gemeinsam können jetzt mehr Unternehmen erreichen und sie von den Vorteilen überzeugen, die sie haben, wenn sie ihren betrieblichen Datenhaushalt mithilfe von Business Intelligence-Anwendungen sortieren.
 
Kommen wir zu den Trendthemen dieses Jahres. Was kommt auf die Unternehmen in Business Intelligence zu?
 
Zunächst stellen wir fest, dass die klassische Business Intelligence nach wie vor sehr stark nachgefragt wird. Ja, sogar noch stärker als in den Jahren zuvor. Dies gilt im Besonderen für den gehobenen Mittelstand.
 
Das finde ich jetzt interessant. Der Mittelstand entdeckt Business Intelligence immer mehr. Dementsprechend legt er mit den klassischen BI-Lösungen das Fundament.
 
Genau. Dafür werden die BI-Anwendungen von Qlik, die wir in unserem Portfolio haben, wie etwa Qlik Sense, kontinuierlich aktualisiert und ausgebaut.
 
Gibt es dazu ein konkretes Beispiel?
 
Wir haben unser Portfolio um die Daten Migrations-Plattform erweitert. Vor allem in größeren Organisationen liegen viele Datenquellen vor. Sie müssen zusammengeführt werden, wenn Unternehmen ihre Daten effektiv nutzen möchten.
 
Davon sind auch größere Mittelständler betroffen, die bereits Business Intelligence einsetzen. Sie denken darüber nach, wie sie ihre BI-Plattform erneuern können. Dafür benötigen sie ein moderneres Data Warehouse oder ein Data Lake. Und Qlik hat früh darauf reagiert und den Funktionsumfang seiner BI-Lösungen erweitert. Diesen Weg von Qlik gehen wir gerne mit.
 
Und was mit Themen wie Cloud oder Künstliche Intelligenz, die in den vergangenen Jahren prominent in den Vordergrund gestellt wurden?
 
Cloud ist unumstritten ein wichtiges Thema. Daran wird in nächsten Jahren kaum ein Unternehmen vorbeikommen.
 
Was ist mit Künstlicher Intelligenz? In einem der früheren Interviews sagtest du, dass du darauf abwartest, bis der Wirbel um das Thema vorüber ist. Ist der Hype nun vorüber?
 
Ja, er ist vorbei, aber ich würde noch nicht von einem tollen Gesamtkonzept sprechen. In die meisten BI-Tools sind KI-Komponenten eingeflossen – in die Qlik-Lösungen auf jeden Fall. Sie liefern nicht nur die Antworten auf die gestellten Fragen. Sie machen auch aktiv Vorschläge.
 
Wie kann man sich das vorstellen?
 
Wenn etwa ein Vertriebsleiter nach Umsätzen fragt, sucht die Künstliche Intelligenz im Hintergrund nach weiteren Mustern. Beispielsweise fällt dem intelligenten System auf, dass in einer Filiale in Hamburg von einem Artikel im Vergleich zu den Vorjahren nicht mehr so viel abgesetzt wurde. Dieser Ausschlag in den Daten könnte eine geschäftsrelevante Ursache haben. Solche Komponenten der Mustererkennung sind da.
 
Aber Begeisterung hört sich anders an?
 
Ich bin begeistert. Ich stehe aber gegenüber den Unternehmen in Verantwortung, eine realistische Einschätzung zu geben. Sie verlassen sich darauf. Ich möchte diese Entwicklung keineswegs kleinreden, aber sie auch nicht übertreiben und so falsche Erwartungen wecken. Alles, was aktuell diskutiert wird, wird auch eintreten. Aber der Markt braucht sie im Augenblick überhaupt nicht. Im Moment müssen erst die Hausaufgaben gemacht werden.
 
Ich möchte daher von KI-ready sprechen. Da sind wir längst nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Auf diesem Gebiet steckt ein enormes Entwicklungspotenzial. Deswegen arbeiten wir auf diesem Gebiet mit dem KIT, also dem Karlsruher Institut für Technologie, und dem Land Baden-Württemberg zusammen. Das bedeutet allerdings auch, dass Unternehmen gut beraten sind, möglichst früh sich mit Business Intelligence auseinanderzusetzen, eben ihre Hausaufgaben zu machen.
 
Moment! Iodata arbeitet mit dem KIT und dem Land Baden-Württemberg zur Künstlichen Intelligenz zusammen?
 
Und mit unserem langjährigen Partner SICOS. Im vergangenen Jahr haben wir über zehn KI-Projekte im Rahmen dieser Zusammenarbeit abgeschlossen. Das Land bietet Fördermöglichkeiten an, die wir mit unseren Kunden in Anspruch genommen haben. So konnten Unternehmen in einem sicheren Rahmen ausprobieren, welches KI-Potenzial die eigenen Daten im Unternehmen für sie bereithalten.
 
Was waren das für Projekte?
 
Die Lieferengpässe sind gerade ein Thema, worüber Medien aktuell häufig berichten. Auch auf iovolution war es ja ein Thema. Ein Kunde hatte insbesondere den Wunsch, den Bedarf nach Materialien in einem bestimmten Zeitraum prognostizieren zu können. Was er möchte, ist klar: seine Risiken minimieren, seine Planungssicherheit maximieren.
Eine abschließende Frage: Welche Themen werden deiner Meinung nach im Jahr 2022 wichtig werden?
 
Da gibt es eine klare Entwicklung: Cloud wird bedeutungsvoll werden. Noch vor drei Jahren ist das Thema bei den meisten Unternehmen auf Ablehnung gestoßen. Die Vorstellung, die eigenen Daten außerhalb des eigenen Unternehmens zu verlagern, war für manche undenkbar. Heute gehen manche Unternehmen sogar einen Schritt weiter. Sie möchten sich überhaupt nicht mehr um die Infrastruktur kümmern. Dazu haben wir bereits drei Kunden gewonnen. Sie möchten sich nicht mehr um die Installation von Software und um Updates, Upgrades, Backups sowie um Sicherheit kümmern. In unserem Fall gewährleistet Qlik SaaS diese Entlastungen. Es ist also absehbar, dass Cloud im Allgemeinen und Qlik SaaS im Besonderen ein wichtiges Thema im Jahr 2022 wird.
 
Vielen Dank für die spannenden Einblicke!

Wer oder was ist die Iodata GmbH?

Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

Wer oder was ist Qlik?

Qlik unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt, schneller zu reagieren und intelligenter zu arbeiten. Mit unserer End-to-End-Lösung können Sie das Potential Ihrer Daten maximal ausschöpfen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen. Unsere Plattform ist die einzige auf dem Markt, die Ihnen uneingeschränkte Auswertungen ermöglicht, bei denen Sie sich ganz von Ihrer Neugier leiten lassen können. Unabhängig von seinem Kenntnisstand kann jeder echte Entdeckungen machen und zu konkreten geschäftlichen Ergebnissen und Veränderungen beitragen. Bei Qlik geht es um viel mehr als um Datenanalysen. Es geht darum, Menschen zu ermöglichen, die Erkenntnisse zu gewinnen, die echten Wandel vorantreiben. Dass wir beispielsweise Gesundheitssysteme beim Aufdecken von Abweichungen in der Versorgung unterstützen, damit sie Patienten erfolgreicher behandeln können. Einzelhändlern helfen, ihre Lieferketten transparenter zu machen und für einen ungehinderten Warenfluss zu sorgen. Oder durch Nutzung von Daten unseren Beitrag zur Bewältigung großer sozialer Probleme wie den Klimawandel zu leisten. Mit anderen Worten: Es geht uns darum, etwas zu bewirken. 

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