Künstliche Intelligenz: Weltweit 39 Milliarden US-Dollar in den Wachstumsmarkt

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Seit 2013 wurden die Investitionen in künstliche Intelligenz verdreifacht. Die Unternehmensberatung stellt in seiner jüngsten Studie fest, dass es sich um einen Wachstumsmarkt handelt, der die Grenzen der Digitalisierung verschieben wird. Während die Autoindustrie ganz vorne mitmischt, schaut die Bau- und Gesundheitswirtschaft zu.

Wer zurzeit eine Anfrage an Facebook richtet, der muss sehr geduldig sein. Vor allem muss er in der Lage, Frustrationen auszuhalten. Bei über einer Milliarde Facebook-Mitgliedern ist der Aufwand riesig, jedes Anliegen des Nutzers zu bearbeiten. Daher überrascht wenig, wenn die Antworten, die man auf sein Anliegen erhält, nicht zufriedenstellend sind. Vor diesem Hintergrund macht es viel Sinn, dass Facebook an Chatbots arbeitet.

Chatbots sind streng genommen eine Software, die eine Kommunikation mit echten Menschen führen. Dies ist zumindest der Anspruch. Kommerziell erfolgreiche Beispiele sind Siri von Apple, Alexa von Amazon oder Google Home. Man kann ihnen Fragen stellen oder bei der Steuerung von elektronischen Geräten einsetzen. Andere Beispiele findet man auf kommerziellen Website. Poppt plötzlich ein Chatfenster auf, in dem eine Julia oder ein Marc ihre Hilfe anbieten, dann handelt es sich mit einer großen Wahrscheinlichkeit um einen Chatbot.

Allen voran Google und Amazon

Die Zukunft der Chatbots sind klar: Künstliche Intelligenzen sollen die Kommunikation mit echten Menschen führen. Im Falle von Facebook macht dieses Engagement Sinn. Für Google, Amazon und Apple allerdings ebenso. McKinsey berichtet in seiner aktuellen Studie “Artificial Intelligence: the next digital frontier”, dass Investitionen in künstliche Intelligenz boomen. Im vergangenen Jahr gaben Unternehmen, allen voran große Technologiekonzerne wie Google und Amazon, bis zu 27 Milliarden Dollar für interne Forschung und Entwicklung intelligenter Roboter und selbstlernender Computer aus. Weitere 12 Milliarden Dollar flossen 2016 extern in KI – also durch Private-Equity-Gesellschaften, Risikokapitalgeber oder im Rahmen von Fusionen und Übernahmen. In Summe waren dies rund 39 Milliarden Dollar, was eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013 bedeutet.

“Artificial-Intelligence-Index”

Der Großteil der derzeitigen externen Investitionen (rund 60 Prozent) fließen in maschinelles Lernen (bis zu 7 Milliarden Dollar), weitere wichtige Felder sind Bilderkennung (2,5 Milliarden bis 3,5 Milliarden Dollar) und Spracherkennung (600 Mio. bis 900 Mio. Dollar). Im Branchenvergleich ist die High-Tech- und Telekommunikationsindustrie beim Einsatz von künstlicher Intelligenz I am weitesten. „Diese Sektoren sind schon lange weitestgehend digitalisiert: die künstliche Intelligenz ist für sie der nächste logische Schritt.“, kommentiert McKinsey-Experte Peter Breuer, Seniorpartner im Kölner Büro von McKinsey, die Studie.

Auch die Automobilindustrie mit dem Megathema selbstfahrende Autos sowie die Finanzindustrie mit den Innovationen durch Fintechs belegen obere Plätze im „Artificial-Intelligence-Index“, in dem das McKinsey Global Institute die Einführung und Nutzung von KI in 13 Branchen untersucht hat. Stark zurück fällt im Vergleich dazu die Gesundheits- und Bauwirtschaft. „Wir stehen in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz noch am Anfang – doch die großen Digitalunternehmen haben mittlerweile massiv in diese Technologien investiert“, erläutert Peter Breuer.

Kosteneinsparungen werden erwartet

Die McKinsey-Studie belegt die bestehende Zurückhaltung vieler Unternehmen: Nur neun Prozent der befragten Firmen gibt beispielsweise an, maschinelles Lernen schon in großem Umfang einzusetzen. Und nur 12 Prozent sehen sich beim Thema KI schon über ein Experimentierstadium hinausgekommen. Die Vorreiter zeichnet neben einer starken Unterstützung durch den Vorstand aus, dass sie mit KI neue Geschäftsfelder erschließen. Zurückhaltende Unternehmen versprechen sich von dieser Technologie hingegen vor allem Kosteneinsparungen. (mckinsey/iovolution)

DOWLOAD DER McK-STUDIE
Das McKinsey Global Institute (MGI) erstellt als Forschungseinrichtung von McKinsey & Company regelmäßig Studien zu ökonomischen Fragen und Trends. Gegründet wurde der Think Tank 1990 in Washington D.C. Die vollständige Studie finden Sie zum Download unter: www.mck.de/aireport

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Wer oder was ist die Iodata GmbH?

Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

Wer oder was ist Qlik?

Qlik unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt, schneller zu reagieren und intelligenter zu arbeiten. Mit unserer End-to-End-Lösung können Sie das Potential Ihrer Daten maximal ausschöpfen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen. Unsere Plattform ist die einzige auf dem Markt, die Ihnen uneingeschränkte Auswertungen ermöglicht, bei denen Sie sich ganz von Ihrer Neugier leiten lassen können. Unabhängig von seinem Kenntnisstand kann jeder echte Entdeckungen machen und zu konkreten geschäftlichen Ergebnissen und Veränderungen beitragen. Bei Qlik geht es um viel mehr als um Datenanalysen. Es geht darum, Menschen zu ermöglichen, die Erkenntnisse zu gewinnen, die echten Wandel vorantreiben. Dass wir beispielsweise Gesundheitssysteme beim Aufdecken von Abweichungen in der Versorgung unterstützen, damit sie Patienten erfolgreicher behandeln können. Einzelhändlern helfen, ihre Lieferketten transparenter zu machen und für einen ungehinderten Warenfluss zu sorgen. Oder durch Nutzung von Daten unseren Beitrag zur Bewältigung großer sozialer Probleme wie den Klimawandel zu leisten. Mit anderen Worten: Es geht uns darum, etwas zu bewirken. 

(C) iovolution.de - iodata GmbH 2020 in Zusammenarbeit mit futureorg Institut - Forschung und Kommunikation für KMU