Lehrer fehlen, Ärzte fehlen, Pflegekräfte fehlen - und IT-Fachkräfte fehlen ebenso. Laut einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom spitzt sich dieser Fachkräftemangel noch einmal zu. Waren 2016 insgesamt 51.000 IT-Stellen unbesetzt, stieg diese Zahl bis jetzt um weitere 4.000 nicht besetzte Stellen an.

IT-Jobs: 55.000 Stellen unbesetzt

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Lehrer fehlen, Ärzte fehlen, Pflegekräfte fehlen – und IT-Fachkräfte fehlen ebenso. Laut einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom spitzt sich dieser Fachkräftemangel noch einmal zu. Waren 2016 insgesamt 51.000 IT-Stellen unbesetzt, stieg diese Zahl bis jetzt um weitere 4.000 nicht besetzte Stellen an.

In Deutschland gibt es derzeit 55.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Das entspricht einem Anstieg um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2016 waren es 51.000 offene Stellen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte des Digitalverbands Bitkom. Für die repräsentative Umfrage wurden mehr als 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt.

In der IT- und Telekommunikationsbranche geben drei von vier Unternehmen an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Vor einem Jahr waren es noch 70 Prozent. Dabei erwartet mehr als die Hälfte der ITK-Unternehmen, dass sich dieser Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. Auch in den Anwenderbranchen werden IT-Spezialisten händeringend gesucht. Dort beklagen zwei Drittel der Unternehmen einen Mangel an IT-Fachkräften. „In Deutschland wird es immer schwieriger, die dringend benötigten IT-Spezialisten zu finden. Die Wirtschaft braucht Experten wie Software-Entwickler, Spezialisten für IT-Sicherheit und IT-Berater, um die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Vor allem Software-Entwickler sind gefragt

Von den 55.000 freien Stellen entfallen 23.500 auf die IT- und Telekommunikationsbranche. Den größten Bedarf haben Software-Anbieter und IT-Dienstleister mit 20.800 offenen Stellen. Anbieter von Produkten aus den Bereichen Hardware, Kommunikationstechnik oder Unterhaltungselektronik melden demgegenüber lediglich 2.000 freie Jobs. Bei den Anbietern von Telekommunikationsdiensten sind es nur noch 700.

In der ITK-Branche sind Software-Entwickler mit Abstand am stärksten gefragt. Knapp zwei Drittel der Unternehmen, die freie Stellen für IT-Spezialisten haben, suchen Software-Entwickler. Von ihnen wird vor allem Know-how in Big Data (57 Prozent, +10 Punkte im Vergleich zu 2016), Industrie 4.0 (46 Prozent, +11 Punkte) und Cloud Computing (45 Prozent, +5 Punkte) erwartet.

Stärker gefragt als im Vorjahr sind auch Entwickler für Social Media (41 Prozent, + 10 Punkte), Apps und mobile Webseiten (38 Prozent, + 2 Punkte) und Sicherheit (28 Prozent, + 8 Punkte). Neben Software-Entwicklern suchen die ITK-Unternehmen vor allem Anwendungsbetreuer und Administratoren (21 Prozent), IT-Sicherheitsexperten (20 Prozent) und IT-Berater (19 Prozent).

Software findet sich heute in nahezu jedem Gerät

Die Anwenderunternehmen verzeichnen aktuell 31.500 freie Stellen für IT-Fachkräfte. Trotz rückläufiger Tendenz sind Anwendungsbetreuer und Administratoren weiterhin am stärksten gefragt (33 Prozent, -4 Punkte), gefolgt von Software-Entwicklern (30 Prozent, -1 Punkt) und IT-Sicherheitsexperten (20 Prozent, +3 Punkte). Für den Bitkom-Präsidenten ist diese gewachsene Nachfrage wenig überraschend. „Software findet sich heute in nahezu jedem Gerät – von Staubsaugern über Autos bis zu industriellen Produktionsanlagen“, sagt er. „In der deutschen Wirtschaft gibt es außerdem ein steigendes Bewusstsein für IT-Sicherheit. Das zeigt sich unter anderem darin, dass branchenübergreifend immer mehr IT-Sicherheitsexperten gesucht werden.“

Digitalkompetenz jenseits der IT-Fachkräfte wird wichtiger

Digitales Know-how wird auch jenseits des Arbeitsmarkts für IT-Fachkräfte immer wichtiger. Neun von zehn Unternehmen aller Branchen sind der Ansicht, dass Digitalkompetenz künftig genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz. Sieben Prozent meinen sogar, dass Digitalkompetenz in Zukunft die wichtigste Fähigkeit von Arbeitnehmern sein wird.

Der Digitalverband setzt sich dafür ein, im Bildungssystem den Erwerb von Digitalkompetenzen in den Vordergrund zu rücken, sowie Arbeitsrecht und Sozialsysteme grundlegend auf den digitalen Prüfstand zu stellen. So könne eine Maßnahme sein, die starren Vorschriften zur Arbeitszeit zu flexibilisieren. Um den Fachkräftemangel zu begegnen, fordert Bitkom des Weiteren die Stärkung von Frauen in der IT. Außerdem soll ein Zuwanderungsgesetz den Einsatz ausländischer Fachkräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. (bitkom/iovolution)

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