Deutsche Unternehmen haben bei ihren Innovationsausgaben einen neuen Rekord aufgestellt. Rund 158,8 Milliarden Euro haben sie im Jahr 2016 für Innovationen ausgegeben. Allerdings gibt es auch Besserungsbedarf: vor allem kleine und mittelständische Unternehmen haben ihre Aktivitäten für Forschung und Entwicklung zurückgefahren.

Wirtschaft: Innovationsausgaben erreichen neuen Rekordwert

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Deutsche Unternehmen haben bei ihren Innovationsausgaben einen neuen Rekord aufgestellt. Rund 158,8 Milliarden Euro haben sie im Jahr 2016 für Innovationen ausgegeben. Allerdings gibt es auch Besserungsbedarf: vor allem kleine und mittelständische Unternehmen haben ihre Aktivitäten für Forschung und Entwicklung zurückgefahren.

Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Innovationsausgaben im Jahr 2016 leicht erhöht und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Insgesamt hat die deutsche Wirtschaft mit 158,8 Milliarden Euro zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (2015: 157,4 Milliarden Euro) für Innovationsvorhaben ausgegeben und damit auch mehr als je zuvor. Sowohl die Großunternehmen wie auch die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben ihre Innovationsausgaben im Jahr 2016 erhöht. Zugleich ist der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die Forschung und Entwicklung (FuE) durchgeführt haben, gesunken. Zu diesen zentralen Ergebnissen kommt die aktuelle Erhebung des ZEW zum Innovationsverhalten der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Erhebung wird seit 1993 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Sozialwissenschaft (infas) und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) durchgeführt. Erstmals seit vielen Jahren hat im Jahr 2016 der Anteil der Unternehmen, die Innovationen eingeführt haben, zugenommen. Die sogenannte Innovatorenquote – der Anteil der Unternehmen, die Produkt- oder Prozessinnovationen eingeführt haben – stieg von 35,2 Prozent auf 36,1 Prozent. “Dieser Anstieg ist alleine auf eine verstärkte Innovationstätigkeit in der Industrie zurückzuführen”, erklärt Prof. Dr. Bettina Peters, stellvertretende Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs “Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik”.

Mit Blick auf die Innovationsausgaben der einzelnen Sektoren führt der Fahrzeugbau (52,4 Milliarden Euro) weiterhin die Rangfolge an. Obwohl das Budget in diesem Sektor nur leicht nach oben geschraubt wurde, stemmte der Fahrzeugbau somit im Jahr 2016 ein Drittel der gesamten Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft und mehr als die Hälfte der Innovationsausgaben in der Industrie. Zuwächse verzeichneten außerdem die Metallindustrie, der Maschinenbau und die Kunststoffverarbeitung. Die Elektro- sowie die Chemie- und Pharmaindustrie blieben nahezu unverändert bei ihren Innovationsbudgets aus dem Vorjahr. Mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent im Jahr 2016 legten die Dienstleister überdurchschnittlich stark zu. Die Industrie gab im Jahr 2016 um 1,5 Prozent mehr für Innovationen aus.

Weniger Forschung und Entwicklung bei KMU

Zugleich haben weniger Unternehmen in Deutschland FuE-Maßnahmen durchgeführt, ihr Anteil sank von 20,0 Prozent auf 17,4 Prozent. Vor allem KMU zogen sich aus FuE-Tätigkeiten zurück. “Da Forschung und Entwicklung für die Wettbewerbsfähigkeit von besonders großer Bedeutung ist, ist das keine gute Entwicklung. Daher kommen die Pläne der sich abzeichnenden Großen Koalition, eine steuerliche Förderung von FuE einzuführen, gerade zur rechten Zeit”, sagt Peters.

Die “Innovationsintensität”, das heißt der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz der deutschen Wirtschaft, bewegte sich im Jahr 2016 nach wie vor auf dem Spitzenniveau von drei Prozent und blieb sowohl bei den Großunternehmen als auch bei den KMU unverändert. Die Unternehmen der deutschen Industrie stellten mit 4,7 Prozent einen neuen Rekord bei der  Innovationsintensität auf, deutlich vor den Dienstleistern (1,3 Prozent). Die Innovationsintensität ist in der Elektroindustrie mit 10,7 Prozent am höchsten, gefolgt vom Fahrzeugbau (9,8 Prozent), der Chemie- und Pharmaindustrie (7,8 Prozent), den technischen Dienstleistungen (7,5 Prozent) und dem Maschinenbau (6,2 Prozent).

Öffentliche Förderung von Innovationsaktivitäten

Der Anteil der innovationsaktiven Unternehmen, die bei ihren Innovationsaktivitäten, einschließlich FuE-Aktivitäten, vom Staat gefördert wurden, lag im Jahr 2016 bei 16,5 Prozent. Dies sind mehr als 21.000 Unternehmen insgesamt. Innovationsaktive Großunternehmen (28 Prozent) wurden dabei häufiger gefördert als innovationsaktive KMU (15,9 Prozent). Der Anteil der öffentlich geförderten innovationsaktiven Unternehmen erreichte im Jahr 2012 mit 18 Prozent einen Höchstwert und geht seither langsam zurück. (zew/iovolution)

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Wer oder was ist die Iodata GmbH?

Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

Wer oder was ist Qlik?

Qlik unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt, schneller zu reagieren und intelligenter zu arbeiten. Mit unserer End-to-End-Lösung können Sie das Potential Ihrer Daten maximal ausschöpfen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen. Unsere Plattform ist die einzige auf dem Markt, die Ihnen uneingeschränkte Auswertungen ermöglicht, bei denen Sie sich ganz von Ihrer Neugier leiten lassen können. Unabhängig von seinem Kenntnisstand kann jeder echte Entdeckungen machen und zu konkreten geschäftlichen Ergebnissen und Veränderungen beitragen. Bei Qlik geht es um viel mehr als um Datenanalysen. Es geht darum, Menschen zu ermöglichen, die Erkenntnisse zu gewinnen, die echten Wandel vorantreiben. Dass wir beispielsweise Gesundheitssysteme beim Aufdecken von Abweichungen in der Versorgung unterstützen, damit sie Patienten erfolgreicher behandeln können. Einzelhändlern helfen, ihre Lieferketten transparenter zu machen und für einen ungehinderten Warenfluss zu sorgen. Oder durch Nutzung von Daten unseren Beitrag zur Bewältigung großer sozialer Probleme wie den Klimawandel zu leisten. Mit anderen Worten: Es geht uns darum, etwas zu bewirken. 

(C) iovolution.de - iodata GmbH 2020 in Zusammenarbeit mit futureorg Institut - Forschung und Kommunikation für KMU

Verwendung von Cookies

Um die Website optimal zu gestalten und fortlaufend weiterentwickeln zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.