Ruhrgebiet und Digitalisierung: Keine Panik! – Interview mit Dennis Arntjen über das IO-Reifegradmodell

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Am 8. März veranstalten Iodata GmbH und das futureorg Institut in Dortmund gemeinsam mit KMU Digital einen “Smart Digital Transformation Workshop”. Hier erfahren Entscheider und Praktiker aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, wie das IO-Reifegradmodell angewendet wird.

Das Ruhrgebiet ist das industrielle Herz der Bundesrepublik. Wie stehen seine Chancen, dass es auch das “digitale Herz” in Deutschland wird?

Das Ruhrgebiet ist – wie in so vielen anderen Dingen auch – in Sachen Digitalisierung einfach faszinierend. Wir haben Tausende gute Ideen und Ansätze, setzen diese aber nicht mit der notwendigen Konsequenz um.

Woran liegt das?

Zum Beispiel haben wir im Ruhrgebiet keine bedeutende Startup-Szene. Alles was da guten Ansätzen kommt, wird von einzelnen Personen gelebt und umgesetzt.

Zum Beispiel?

Zum Beispiel Carmen Radeck von ruhrgruender.de. Seit Jahren macht sie Startups und Initiativen in Sachen Digitalisierung im Ruhrgebiet sichtbar. Echte Initiativen, die dazu geeignet sind, die Digitalisierung mit Hilfe von Startups nach vorne zu treiben, gibt es meistens nur in einzelnen Städten – und kaum ruhrgebietsweit.

Also ist das Ruhrgebiet kein gutes Vorbild für andere Regionen?

Der Übertrag vom Ruhrgebiet auf andere Regionen ist nicht einfach. Wir sind komplett anders als andere Ballungsräume in Deutschland oder in Europa. Das Ruhrgebiet ist eine “riesige Stadt der Städte” – allerdings ohne als eine Stadt oder Region agieren zu können.

Ich bin aber zuversichtlich! Nicht nur für das Ruhrgebiet sondern für ganz Deutschland. Wir werden zeigen, dass Startups im B2B-Bereich sehr erfolgreich sein können. Dafür müssen wir uns allerdings auf unsere Stärken besinnen. Aus diesem Grund darf Digitalisierung in Deutschland auf keinen Fall bedeuten, dass wir anderen Ländern hinterher rennen. Wir müssen eigene Akzente setzen.

Dennis Arntjen ist 37 Jahre alt und Vater einer Tochter. Seit fast 20 Jahren ist er in verschiedenen Positionen im Vertrieb tätig, bevor er 2015 den Schritt in die Selbständigkeit machte. Er begleitet Unternehmen bei der Digitalisierung des Vertriebs. Sehr früh hat er die Vorteile von Blogs und Social Media auf seine Vertriebstätigkeit übertragen und für komplette Vertriebsteams umgesetzt.

Den Mittelstand bei der digitalen Transformation zu unterstützen, ist ein zentrales Ziel von “KMU Digital”. Wie gehst du dabei vor?

KMU Digital ist mein Vehikel, mit dem ich den digitalen Wandel auf allen Ebenen in den Mittelstand trage. Angefangen von niederschwelligen Veranstaltungsformaten wie dem “Startup Kickern” über Workshop-Formate, die regelmäßig stattfinden, bis zu individuellen Beratungsprojekten nutze ich die komplette Bandbreite der Möglichkeiten, um das Thema Digitalisierung im Mittelstand zu vermitteln.

Eine der Workshop-Formate nennst Du “Smart Digital Transformation”. Demnächst ist das “IO-Reifegradmodell” das Thema des Workshops. Warum eigentlich?

Der Workshop zum “IO-Reifegradmodell” passt perfekt in unsere Veranstaltungsreihe: mit den „Smart Digital Transformation“ Workshops möchten wir kleinen und mittelständischen Unternehmen Werkzeuge an die Hand geben, damit sie für die Umsetzung von Projekten zur Digitalisierung einsetzen können. Da ist das IO-Reifegradmodell nahezu perfekt.

Warum eignet sich das IO-Reifegradmodell für Unternehmen?

Bisher gewinne ich in mittelständischen Unternehmen zwei unterschiedliche Eindrücke: entweder die Entscheider sehen keine Notwendigkeit, sich ernsthaft über die Digitalisierung Gedanken zu machen. Oder sie erkennen die Wichtigkeit, Digitalisierung umzusetzen, wissen aber nicht, wo sie konkret ansetzen sollen. Sie rennen – bildlich gesprochen – panisch durch die Gegend.

Genau diesen zweiten Punkt kann das IO-Reifegradmodell heilen. Denn er ist ein gutes Planungswerkzeug, mit dem Unternehmen Handlungsbedarfe im Prozess der digitalen Transformation erkennen können.

Ich danke Dir für das Interview, Dennis!

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[su_column size=”2/3″]IO-Reifegradmodell – Das Planungswerkzeug für die digitale Transformation:

Das Reifegradmodell unterstützt Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung, erleichtert die Strategiefindung und hilft, eine individuelle Digitalisierungsstrategie zu entwickeln.

Mehr Informationen: www.io-reifegradmodell.de

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Das Gespräch führte Kamuran Sezer vom futureorg Institut.

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Wer oder was ist die Iodata GmbH?

Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

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