Vor allem Kompetenzen in IT, Selbstständigkeit und Organisationsfähigkeit sind gefragte Lerninhalte

Doch die Digitalisierung erleichtert das Lernen nicht nur – sie steigert auch den Wissensbedarf. Denn durch die Umstellung von Arbeitsabläufen und Herstellungsverfahren in den Firmen entstehen neue Tätigkeiten, für die die Beschäftigten qualifiziert werden müssen. Vor allem IT-Kenntnisse sowie Kompetenzen im Bereich Selbstständigkeit, Planungs- und Organisationsfähigkeit sind gefragte Lerninhalte.

Digitalisierte Unternehmen investieren deshalb mehr Zeit und Geld in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter als andere Betriebe, heißt es in der Studie. “Kleine Unternehmen haben beim digitalen Lernen noch Nachholbedarf”, sagt Seyda. “Sie könnten mehr mit anderen Firmen zusammenarbeiten, die gleiche Weiterbildungsinhalte benötigen, und somit die Entwicklungskosten senken.”

Kein Wunder, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insbesondere auf dem Gebiet der beruflichen Aus- und Weiterbildung die Digitalisierung durch verschiedene Förderprojekte und –programme mit dem Ziel einer “Berufsbildung 4.0” stärkt. So hat das BMBF beispielsweise ein Sonderprogramm aufgelegt, um überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS), die die Ausbildung im Betrieb durch praxisnahe Lehrgänge ergänzen, an die neuesten technologischen Erfordernisse anzupassen.

Weitere Maßnahmen betreffen etwa die Schulung digitaler Kompetenzen bei Lehrkräften und Ausbildungspersonal oder Projekte für den Einsatz computergestützter Lerneinheiten in der Weiterbildung von Fachkräften. Im Bereich der Hochschulbildung fördert das BMBF das Hochschulforum Digitalisierung ebenso wie Maßnahmen für digitales Lernen und Lehren über den Qualitätspakt Lehre.

Weiterbildung: Immer mehr Unternehmen setzen auf digitales Lernen

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Bereits 2016 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Bedeutung von Digitalisierung für lebenslanges Lernen hervorgehoben. Eine Befragung zeigt, dass digitalisierte Unternehmen eher auf neue Lernmethoden zurückgreifen als Unternehmen, die in der Digitalisierungsreife nicht fortgeschritten sind.

Wie die Befragung von rund 1.700 Unternehmen belegt, greifen Firmen, die weitgehend digitalisiert sind, besonders häufig auf neue Lernmethoden zurück. Das können beispielsweise Lernvideos, Web-Seminare – sogenannte Webinare – oder speziell für die Bedürfnisse der Unternehmen programmierte Online-Plattformen sein. Im Jahr 2016 nutzten rund 43 Prozent der digitalisierten Unternehmen solche Lernformen mehrfach. Unter den nicht-digitalisierten Unternehmen waren es nur 18 Prozent. Zu diesen Ergebnissen gelangte eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (IW Köln).

Die Vorteile der digitalen Weiterbildung liegen auf der Hand, sind sich die Autoren dabei einig. Unternehmen und Mitarbeiter können Lerninhalte individuell zusammenstellen sowie schnell und kostengünstig an ihren Bedarf anpassen. Vor allem aber können Mitarbeiter die Inhalte zeitlich und räumlich flexibel abrufen.

“Der größte Vorteil des digitalen Lernens ist, dass es sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren lässt – zum Beispiel dann, wenn gerade weniger zu tun ist”, sagt IW-Wissenschaftlerin Susanne Seyda. Selbst Unternehmen, die in ihrem Kerngeschäft kaum digitale Technologien einsetzen, können mit dem mediengestützten Lernen individuell auf den Weiterbildungsbedarf ihrer Mitarbeiter reagieren.

Vor allem Kompetenzen in IT, Selbstständigkeit und Organisationsfähigkeit sind gefragte Lerninhalte

Doch die Digitalisierung erleichtert das Lernen nicht nur – sie steigert auch den Wissensbedarf. Denn durch die Umstellung von Arbeitsabläufen und Herstellungsverfahren in den Firmen entstehen neue Tätigkeiten, für die die Beschäftigten qualifiziert werden müssen. Vor allem IT-Kenntnisse sowie Kompetenzen im Bereich Selbstständigkeit, Planungs- und Organisationsfähigkeit sind gefragte Lerninhalte.

Digitalisierte Unternehmen investieren deshalb mehr Zeit und Geld in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter als andere Betriebe, heißt es in der Studie. “Kleine Unternehmen haben beim digitalen Lernen noch Nachholbedarf”, sagt Seyda. “Sie könnten mehr mit anderen Firmen zusammenarbeiten, die gleiche Weiterbildungsinhalte benötigen, und somit die Entwicklungskosten senken.”

Kein Wunder, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insbesondere auf dem Gebiet der beruflichen Aus- und Weiterbildung die Digitalisierung durch verschiedene Förderprojekte und –programme mit dem Ziel einer “Berufsbildung 4.0” stärkt. So hat das BMBF beispielsweise ein Sonderprogramm aufgelegt, um überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS), die die Ausbildung im Betrieb durch praxisnahe Lehrgänge ergänzen, an die neuesten technologischen Erfordernisse anzupassen.

Weitere Maßnahmen betreffen etwa die Schulung digitaler Kompetenzen bei Lehrkräften und Ausbildungspersonal oder Projekte für den Einsatz computergestützter Lerneinheiten in der Weiterbildung von Fachkräften. Im Bereich der Hochschulbildung fördert das BMBF das Hochschulforum Digitalisierung ebenso wie Maßnahmen für digitales Lernen und Lehren über den Qualitätspakt Lehre.

Was sind die Anforderungen an eine digitale Schule?

Dieses Beispiel führt vor, wie der digitale Wandel alle Bildungsbereiche betrifft und verändert. Bereits 2012 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) eine überarbeitete Empfehlung zur “Medienbildung in der Schule” beschlossen. In den Lehrplänen aller Länder ist die Medienbildung – Medienkompetenz und Medienpädagogik – verankert. Die Länder bieten bereits vielfältige Maßnahmen, Programme und Projekte zur Förderung der Medienkompetenz und zur Nutzung digitaler Medien in den Fächern an, mit dem Ziel, das Lehren und Lernen mit digitalen Medien nachhaltig zu fördern. (iwconsult/bmbf/iovolution) 

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Wer oder was ist die Iodata GmbH?

Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

Wer oder was ist Qlik?

Qlik unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt, schneller zu reagieren und intelligenter zu arbeiten. Mit unserer End-to-End-Lösung können Sie das Potential Ihrer Daten maximal ausschöpfen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen. Unsere Plattform ist die einzige auf dem Markt, die Ihnen uneingeschränkte Auswertungen ermöglicht, bei denen Sie sich ganz von Ihrer Neugier leiten lassen können. Unabhängig von seinem Kenntnisstand kann jeder echte Entdeckungen machen und zu konkreten geschäftlichen Ergebnissen und Veränderungen beitragen. Bei Qlik geht es um viel mehr als um Datenanalysen. Es geht darum, Menschen zu ermöglichen, die Erkenntnisse zu gewinnen, die echten Wandel vorantreiben. Dass wir beispielsweise Gesundheitssysteme beim Aufdecken von Abweichungen in der Versorgung unterstützen, damit sie Patienten erfolgreicher behandeln können. Einzelhändlern helfen, ihre Lieferketten transparenter zu machen und für einen ungehinderten Warenfluss zu sorgen. Oder durch Nutzung von Daten unseren Beitrag zur Bewältigung großer sozialer Probleme wie den Klimawandel zu leisten. Mit anderen Worten: Es geht uns darum, etwas zu bewirken. 

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