Der stationäre Handel hat Zukunft, muss sich aber verändern. Das tut er auch: nahezu alle Händler haben wegen der Corona-Pandemie ihre Produkte und Dienstleistungen angepasst. Der Trend geht zum stationären Handel mit Digitalkompetenzen.

Stationärer Handel: Innenstädte müssen sich neu erfinden

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Der stationäre Handel hat Zukunft, muss sich aber verändern. Das tut er auch: nahezu alle Händler haben wegen der Corona-Pandemie ihre Produkte und Dienstleistungen angepasst. Der Trend geht zum stationären Handel mit Digitalkompetenzen.

(Bildquelle: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0)

Über alle Größen und Handelsbereiche hinweg ist jedes zweite Unternehmen nach eigenen Angaben bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Ein mit 45 Prozent etwas geringerer Anteil der Händler kann das nicht von sich behaupten. Sie sind sehr schlecht oder eher schlecht durch die Coronazeit gekommen. Drei von zehn Händlern hatten sogar Sorge, Insolvenz anmelden zu müssen. Zu dieser Erkenntnis gelangt BITKOM in seiner Studie. Der Digitalverband untersuchte den Corona-Effekt auf die Digitalisierung von Handelsunternehmen.

Zugleich gab es einen starken Einfluss auf die Geschäftsmodelle der Handelsunternehmen in Deutschland: So geben 8 von 10 Händlern an, infolge der Pandemie bestehende Produkte und Dienstleistungen anzupassen. Jeder Zweite bietet neue Produkte und Dienstleistungen an. Fast ein Viertel nimmt bestimmte Teile des Leistungsportfolios vom Markt. Die Auswirkungen gehen aber auch noch einen Schritt weiter: So spricht ein Drittel der Händler von Veränderungen seines gesamten Geschäftsmodells.

Der stationäre Handel hat eine Zukunft, muss sich aber verändern

Der stationäre Handel steht unter Druck. Allerdings ist seine Existenz grundsätzlich nicht bedroht, wie ein Großteil der Handelsunternehmen meint. Fast alle sind überzeugt, dass der stationäre Handel auch in Zukunft bestehen bleibt. Nur zwei Prozent sagen, dass er keine Zukunft hat. „Innenstädte sind mehr als Orte des Konsums“, kommentiert Berg. „Sie sind ein Raum, in dem Menschen zusammenkommen und wo öffentliches Leben stattfindet.” Dazu gehöre Berg zufolge auch in Zukunft zwingend der Handel.
 
Dem stimmen auch die meisten Händler zu: 7 von 10 der befragten Unternehmen sagen, dass sich der stationäre Handel in den Innenstädten neu erfinden muss. „Digitale Technologien können bei der Neu – und Wiederbelebung des niedergelassenen Einzelhandels helfen – und viele von ihnen sind inzwischen ausgereift und für wenig Geld am Markt verfügbar“, so Berg. „Es darf nicht darum gehen, Online-Handel und stationären Einzelhandel gegeneinander auszuspielen. Um krisenfest und langfristig erfolgreich zu sein, benötigen Händler zwei Standbeine: vor Ort und im Netz.“

Drei Empfehlungen zur Prozessoptimierung im Online-Handel

Jörg Frey, Geschäftsführer des Softwareunternehmens Lexware, empfiehlt für die Prozessoptimierung im Online-Handel Folgendes:
 
  1. Zentral für den Verkauf von Online-Händlern ist ihr Online-Shop. Dieser umfasst das vollständige Produktsortiment sowie ausführliche Produktbeschreibungen. Viele Kunden und Kundinnen erwarten heute, dass die Produktverfügbarkeit angezeigt wird, verschiedene Bezahlmethoden möglich und Retourenabwicklungen problemlos sind. Je nach eigenem technischen Know-How und finanziellen Ressourcen sollte zur Zufriedenstellung der Kundinnen und Kunden geprüft werden, ob man für die Entwicklung eines Online-Shops eine Agentur beauftragt oder auf Kauf-, Bezahl- oder Open-Source-Shops baut.
  2. ERP-Systeme sorgen dafür, dass Übersichtbarkeit hergestellt und Komplexität steuerbar wird. Sie helfen dabei, mehrere Vertriebskanäle darzustellen, sie zu steuern und vernetzen. Dabei sind sie fähig, die gesamte Wertschöpfungskette zu digitalisieren. Damit gestatten sie einen Ende-zu-Ende-automatisierten Austausch der Daten – und gehen damit weiter als ein Warenwirtschaftssystem.
  3. Auch für Händler, die auf einen reinen Online-Handel aufbauen, sind Warenwirtschaftsprozesse enorm relevant, beispielsweise zur Steuerung des Wareneinkaufs, zur Warenorganisation oder für die Lieferung. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass das gewählte Warenwirtschaftssystem und Shop-System miteinander kompatibel sind. 

(bitkom/handel4punkt0/futureorg/iovolution)

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