Der DGA – Data Governance Act – soll neue europaweit einheitliche Regeln für das Teilen von Daten schaffen. Dabei sind sich die meisten Akteure einig: Ein reguliertes Datenmarktmodell kann die Datenübermittlung erleichtern und zur erweiterten Anwendung von Künstliche Intelligenz in Unternehmen beitragen – eine Chance für Unternehmen in Europa.

Data Governance Act: Datenaustausch leichter gemacht

Beitrag teilen

Der DGA – Data Governance Act – soll neue europaweit einheitliche Regeln für das Teilen von Daten schaffen. Dabei sind sich die meisten Akteure einig: Ein reguliertes Datenmarktmodell kann die Datenübermittlung erleichtern und zur erweiterten Anwendung von Künstliche Intelligenz in Unternehmen beitragen – eine Chance für Unternehmen in Europa.

Der Data Governance Act ist Teil eines Gesetzpakets im Rahmen der europäischen Datenstrategie, das den Datenaustausch fördern soll. Personenbezogene Daten sowie Industriemaschinen-Sensordaten sollen dabei rechtlich und technisch sicherer gehandelt werden. Das Ergebnis: ein reguliertes Marktmodell, das mehr Daten für Unternehmen und Forschung sowie Datenpools für KI Systeme erschließen soll.

Europarlament baut auf Dateninnovation auf

Angelika Niebler, Vorsitzende der CSU-Europagruppe und Berichterstatterin des Dossiers für das Europäische Parlament, erklärt: „Es ist uns gelungen, einen soliden Grundstein für eine faire und vertrauenswürdige Datenwirtschaft in Europa zu legen.“ Niebler ordnet die Bedeutung des Gesetzesakts wie folgt ein: „Wir stehen am Anfang des KI-Zeitalters und um nicht abgehängt zu werden, wird Europa mehr Daten benötigen.“
 
Mit dem Data Governance Act werden neue Regeln für Datenmarktplätze – sogenannte „Datenmittlerdienste“ – aufgestellt. Diese sollen ausschließlich als neutrale Mittler auftreten. Dem Europäischen Parlament war es in den Verhandlungen wichtig, die Rechtssicherheit für Unternehmen zu gewährleisten. Zudem hat sich das Parlament für einen starken europäischen Dateninnovationsrat eingesetzt, der auf Initiative der Berichterstatterin mit Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft besetzt werden soll.

Bundesregierung: im Einklang der Datenstrategie

Die Bundesregierung begrüßt die Vorlage des DGA als ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Innovationskraft europäischer Volkswirtschaften. Er soll auch zur Schaffung eines europäischen Binnenmarkts für Daten und zur Förderung von Wissenschaft und Forschung beitragen. Das Gesetz stehe im Einklang mit der Datenstrategie der Bundesregierung. Seine Ziele sind die Steigerung der Datennutzung für sämtliche Akteure und die Reduzierung von Kosten für Unternehmen. Gefordert werden aber die Bewahrung des bestehenden hohen Schutzniveaus, insbesondere in den Bereichen Geschäftsgeheimnisse und personenbezogener Daten. Das systematische Verhältnis zu anderen EU-Rechtsakten soll zudem geklärt werden und die internationale Dimension beachtet.
 
Die DIHK sieht den DGA als einen ersten Schritt zur besseren Verwertbarkeit von Daten. Zudem soll der DGA Rahmenbedingungen für Datenvermittlungsdienste schaffen, die einen Markt für den Austausch von Unternehmensdaten ermöglichen, ohne die missbräuchliche Verwendung oder einen Wettbewerbsnachteil befürchten zu müssen. Insgesamt ist die schnelle Einigung positiv zu bewerten, damit ein erster Schritt für mehr Rechtssicherheit und den erleichterten Austausch von Daten für Unternehmen geschaffen wird. Wichtig sei es, die Vorschriften möglichst einheitlich und hürdenlos umzusetzen, um für die Praxis auch wirkliche Erleichterungen zu erreichen.

BITKOM: Auf dem Weg zum datensouveränen Europa

Der Digitalverband Bitkom hat den zügigen Abschluss der Trilog-Beratungen über den DGA gelobt und sieht in ihm eine große Chance, das Teilen von Daten in der EU zu fördern. Insbesondere begrüßt Bitkom beim DGA, dass Datenvermittlungsdienste als wichtige Akteure für die europäische Digitalwirtschaft anerkannt werden. „Mit dem Data Governance Act wird eine Balance zwischen dem Einsatz und dem Schutz von Daten geschaffen, die ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem datensouveränen Europa sein kann“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.
(bitkom/DIHK/futureorg/iovolution)

Beitrag teilen

Wer oder was ist die Iodata GmbH?

Die digitale Transformation der Wirtschaft, die auch unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert wird, ist ein Megatrend, der alle Arbeits- und Lebensbereiche durchdringt und sie verändert. Sie betrifft das Bildungssystem genauso wie das Gesundheitswesen, die Kommunen ebenso wie den Handel und selbstverständlich auch die industrielle Hochtechnologie, die das Herzstück des deutschen Standorts bildet. Umso wichtiger ist es, diese vielfältigen und dynamischen Entwicklungen der digitalen Transformation übersichtlich darzustellen und verständlich zu erklären. Wie wichtig dies ist, kennen wir aus unserer täglichen Arbeit bei der Iodata GmbH. Als Daten-Spezialisten strukturieren, analysieren und visualisieren wir Unternehmensdaten, damit das Management begründete und fundierte Entscheidungen treffen kann. Um die vielfältigen Entwicklungen der Digitalisierung zu beschreiben und zu verstehen, müssen ergänzend zu den quantitativen Daten auch qualitative Indikatoren beachtet werden. Denn heute blicken wir auf dem Fundament von Business Intelligence auf neue Herausforderungen: Smart Data, künstliche Intelligenz, autonome Fertigungsbetriebe, vernetzte Fabriken, Mensch-Roboter-Kollaborationen, predictive analytics, Internet der Dinge oder virtuelle Realitäten, um nur einige Highlights zu nennen. Iovolution.de ist daher nicht nur ein Online-Magazin, das sich an Entscheider aus Wirtschaft, Verbände, Politik und Wissenschaft wendet. Es ist eine Erweiterung des Angebots der Iodata GmbH: ein Instrument zur Trend- und Innovationsbeobachtung.

Wer oder was ist Qlik?

Qlik unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt, schneller zu reagieren und intelligenter zu arbeiten. Mit unserer End-to-End-Lösung können Sie das Potential Ihrer Daten maximal ausschöpfen und die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen. Unsere Plattform ist die einzige auf dem Markt, die Ihnen uneingeschränkte Auswertungen ermöglicht, bei denen Sie sich ganz von Ihrer Neugier leiten lassen können. Unabhängig von seinem Kenntnisstand kann jeder echte Entdeckungen machen und zu konkreten geschäftlichen Ergebnissen und Veränderungen beitragen. Bei Qlik geht es um viel mehr als um Datenanalysen. Es geht darum, Menschen zu ermöglichen, die Erkenntnisse zu gewinnen, die echten Wandel vorantreiben. Dass wir beispielsweise Gesundheitssysteme beim Aufdecken von Abweichungen in der Versorgung unterstützen, damit sie Patienten erfolgreicher behandeln können. Einzelhändlern helfen, ihre Lieferketten transparenter zu machen und für einen ungehinderten Warenfluss zu sorgen. Oder durch Nutzung von Daten unseren Beitrag zur Bewältigung großer sozialer Probleme wie den Klimawandel zu leisten. Mit anderen Worten: Es geht uns darum, etwas zu bewirken. 

(C) iovolution.de - iodata GmbH 2020 in Zusammenarbeit mit futureorg Institut - Forschung und Kommunikation für KMU

Verwendung von Cookies

Um die Website optimal zu gestalten und fortlaufend weiterentwickeln zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.