Digitale Technologien sorgen für einen exponentiellen Anstieg an Daten. Mit diesen Daten können langfristig neue Geschäftsmodelle entwickelt werden, insbesondere für produzierende Unternehmen. Was ist dabei der Schlüssel zum Erfolg? Dieser Artikel hat die Antwort.

Datengetriebene Geschäftsmodelle: Faktoren erfolgreicher Transformation

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Digitale Technologien sorgen für einen exponentiellen Anstieg an Daten. Mit diesen Daten können langfristig neue Geschäftsmodelle entwickelt werden, insbesondere für produzierende Unternehmen. Was ist dabei der Schlüssel zum Erfolg? Dieser Artikel hat die Antwort.

2021 veröffentlicht Springer das Buch „Services Management und digitale Transformation: Impulse und Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung digitaler Services“. Dies liefert praktische Herangehensweisen für die digitale Transformation des Service Managements. Die Herausgeber haben zahlreiche Expertinnen und Experten zum Thema eingeladen. So auch Esther Schulz und Alexander Pflaum. Beide Autoren haben den Artikel „Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung datengetriebener Geschäftsmodelle“ zum Buch beigetragen.

Das Autoren-Duo ist im Wissenschaftsbetrieb tätig. Alexander Pflaum ist in der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS tätig. Esther Schulz promovierte 2021 zum Thema „Erfolgreiche Entwicklung datengetriebener Geschäftsmodelle am Beispiel der produzierenden Industrie.“ In ihrem gemeinsamen Beitrag setzten sie sich das Ziel, die Erfolgsfaktoren neuer datengetriebenen Geschäftsmodelle zu beleuchten. Dazu sprachen die beiden Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut mit mehr als 30 leitenden Mitarbeitenden aus der produzierenden Industrie. Eingangs bieten sie Grundlagenwissen. Dabei erklären sie, was ein datengetriebenes Geschäftsmodell auszeichnet. Zudem zählen sie 18 Erfolgsfaktoren. Diese sind unternehmensspezifisch und von zahlreichen Rahmenbedingungen beeinflusst.

Services Management und digitale Transformation Impulse und Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung digitaler Services – Kai AltenfelderDieter SchönfeldWolfgang Krenkler

Kai Altenfelder, Dieter Schönfeld und Wolfgang Krenkler liefern in Ihrem Buch "Service Management und digitale Transformation" praktische Herangehensweisen, mit Erfahrungsberichten von Experten aus ihrem Praxisalltag. Das Buch ist in einem Book Sprint entstanden und ein Beleg für die kreative Kraft, die entsteht, wenn Menschen voller Überzeugung gemeinsam an einem Thema arbeiten.

Bildquelle: Springer Verlag © 2021

Erfolgsfaktoren datengetriebener Geschäftsmodelle

Die Relevanz wertvoller Daten wird immer deutlicher: Autonome Fahrzeuge, Smart Wearables wie die intelligente Uhr, bis zu Handys – alle intelligente und vernetze Produkte generieren Daten. Dies bedeutet für produzierende Unternehmen ein großes Potenzial von Datenmonetarisierung, beispielsweise durch datenbasierte Services. Viele Unternehmen stoßen aber auf vermeidbare Hindernisse: Sie fokussieren auf komplementäre Angebote, statt „komplett neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, so Schulz und Pflaum.
 
„Wenn es ein komplett neues Geschäftsmodell sein soll, ist das per sé eine Transformation im Sinne von Kreieren etwas Neuen, noch nicht Dagewesenen“, erklärt Waltraud Gläser. Der VUKA-Expertin ist es wichtig, zwischen Transformation und Change zu unterscheiden. „Geht es nur darum, das Bestehende zu verbessern, dann steht das Change Management im Mittelpunkt. Dennoch macht beides, Transformation und Change, nur Sinn, wenn das Wozu klar ist.“ Gläser, die als Mit-Autorin des Buchs einen Beitrag veröffentlicht hat, stellt klar: „In die Transformation oder in die Change-Prozesse müssen immer die Märkte und Zielgruppen eingebunden werden. Ohne sie ist keine Veränderung, egal welcher Qualität, nicht zielführend und sinnstiftend.“
In Ihrem Beitrag „Glücklicherweise ist es nur VUKA!“ diskutiert Waltraud Gläser den VUKA-Begriff. Der Autorin ist es wichtig, Entscheidern in Unternehmen einen praktischen Zugang zu bieten, damit sie den Ansatz anwenden können. Dafür löst Gläser das Akronym V-U-K-A positiv auf: Vision – Understanding – Clarity – Adaptility bzw. Agility.
 
Durch datengetriebene Geschäftsmodelle haben Kunden die Möglichkeit, in Echtzeit über Softwareupdates und Produkten-Zustände informiert zu werden. Weiterhin werden Daten zum zentralen Vermögensgegenstand und wiederkehrende Einnahmen durch digitale Erlösmodelle generiert. Dabei ist Data Governance zentral: Es muss die Konnektivität und Vernetzung der Produktdaten beachtet sowie die Datensicherheit und -qualität gewährleistet werden, so Schulz und Pflaum.

Unternehmen benötigen Transformationsstrategien

„Der Erfolg eines Geschäftsmodells baut immer auf stabilen Grundannahmen und weitestgehender Abwesenheit von Volatilität. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, hilft kein ‘weiter so’“ betont Gläser. Eine komplette Veränderung des Geschäftsmodells betrifft das Unternehmen auf mehreren Ebenen: Topmanagement Commitment ist unter anderem zentral.
 
Die strategische Orientierung der Geschäftsführung soll das Team unterstützen und eine klare Zielsetzung verfolgen. Die Organisation an sich muss sich verändern: Schulz und Pflaum fördern eine geeignete Organisationsform mit Freiräumen, Unternehmertum und eine offene Denkweise. Ein dynamisches, crossfunktionales Team soll für Lernkultur, Fehlertoleranz und Akzeptanz sorgen.
 
Unter den weiteren Erfolgsfaktoren für datengetriebene Geschäftsmodelle zählen gesteigerte Vielfalt an Beteiligten mit aktualisierten Kompetenzprofilen sowie die Anpassung der operativen Aktivitäten. Dabei sind eine dynamische Vorgehensweise und variierende und flexible Erlösmodelle wichtig. Das neue Geschäftsmodell soll kontinuierlich bewertet und verbessert werden.
 
Dabei empfiehlt Gläser das „sowohl-als-auch“ anstelle des „entweder-oder“-Prinzips. „Eine passende Strategie kann daher die sogenannte Ambidextrie – Beidhändigkeit – sein. Sie sorgt einerseits für Stabilität und Effizienz im Kerngeschäft und ermöglicht gleichzeitig das Vorantreiben von Innovation und Schnelligkeit in neuen Geschäftsfeldern bzw. neuer Geschäftsmodelle.“ (springer/futureorg/iovolution)

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