In Deutschland gehen noch viele Menschen mit digitalen Technologien nicht selbstbewusst um. Das bestätigt eine Befragung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) zusammen mit dem SZ-Institut der Süddeutschen Zeitung. Ihr Digitalbarometer zeigt: die digitale Kluft hat sich durch die Pandemie noch vergrößert.

Digitalbarometer: Digitale Kompetenzen noch mangelhaft

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In Deutschland gehen noch viele Menschen mit digitalen Technologien nicht selbstbewusst um. Das bestätigt eine Befragung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) zusammen mit dem SZ-Institut der Süddeutschen Zeitung. Ihr Digitalbarometer zeigt: die digitale Kluft hat sich durch die Pandemie noch vergrößert.

Im Digitalbarometer präsentieren das bidt, Teil der bayerischen Akademie der Wissenschaften, und das SZ-Institut der Süddeutschen Zeitung eine repräsentative Umfrage zum Thema digitale Transformation in Deutschland. Dazu wurden mehr als 9.000 Personen zu den Themen Nutzungsverhalten, digitale Kompetenzen, digitale Transformation der Arbeitswelt, E-Government und Künstliche Intelligenz befragt. Dabei liefert das bidt-SZ-Digitalbarometer repräsentative Aussagen über die deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren.

Die Befragung basiert auf dem sogenannten digitalen Kompetenzrahmen, den die gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission entwickelt hat. Er soll ein realistisches Bild der digitalen Fähigkeiten in der Bevölkerung wiedergeben. Im Privatleben wie auch in der Arbeitswelt betrifft digitale Transformation alle Lebensbereiche der Menschen. Für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben werden digitale Technologien und Geräte immer wichtiger. Sie stellen aber die Menschen und die Gesellschaft auch vor Herausforderung.

Mehrheit der Befragten unsicher bei Internet-Nutzung

91 Prozent der Befragten nutzen demnach das Internet primär für E-Mails, Suchmaschinen, Routenplanung, zum Einkaufen oder zum Chatten über Apps. Doch die Unsicherheit bleibt groß: Im Schnitt bewerten die Befragten ihre eigenen Kompetenzen mit 55 von 100 möglichen Punkten. Zwölf Prozent der Menschen gaben Defizite im „grundlegendsten Kompetenzbereich Umgang mit Informationen und Daten“ an. Nur 14 Prozent fühlen sich nie generell mit der Technik überfordert, fast die Hälfte gab „manchmal“, „oft“ oder „sehr oft“ an.
 
Nur neun Prozent der Menschen in Deutschland ab 14 Jahren nutzen das Internet nicht. In der Gruppe der Nichtnutzerinnen und Nichtnutzer geben 32 Prozent an, dass die Hilfe durch eine andere Person wie etwa Familienmitglieder oder Freunde sie zur Internetnutzung bewegen könnte. Rund ein Viertel der Nichtnutzerinnen und Nichtnutzer gibt an, dass das Internet sicherer sein müsste, damit sie es zukünftig selbst nutzen. Allerdings ist mit 45 Prozent der größte Anteil in dieser Gruppe sich sicher: sie sind von den Vorteilen des Internets nicht überzeugt.

Corona-Pandemie fördert Digitalisierung der Arbeitswelt

Die digitale Transformation zeigt sich insbesondere in der Arbeitswelt. Jedoch unterscheiden sich die dafür notwendigen Weiterbildungsmöglichkeiten zum Beispiel nach Unternehmensgröße deutlich. Die Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten schätzt die Weiterbildungsmöglichkeiten zum Thema Digitalisierung als schlecht ein. In großen Unternehmen mit 5.000 Beschäftigten oder mehr schätzen hingegen 58 Prozent der Mitarbeitenden das Angebot als gut ein.
 
Die Corona-Pandemie hat in vielen Unternehmen Digitalisierungsdefizite zutage gefördert. Vor allem geben Beschäftigte in großen Unternehmen, also mit 5.000 oder mehr Mitarbeitenden, an, dass die Coronapandemie einen positiven Effekt auf die Digitalisierung in ihrem Unternehmen hatte. Hingegen sind von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus kleineren Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten 37 Prozent der Meinung, dass dies nicht zutrifft.

Kluft bei digitalen Kompetenzen

Das Digitalbarometer zeigt zudem eine digitale Kluft beim Nutzungsverhalten und den Kompetenzen der Befragten. Jüngere geben sich selbstbewusst, auch wenn es darum geht, das Netz nicht nur passiv zu nutzen. Die 14- bis 29-Jährigen lagen in ihrer Einschätzung, wie gut sie selbst digitale Inhalte erstellen können, weit vor den anderen Altersgruppen.
 
Überdies besteht eine digitale Kluft zwischen Frauen und Männern, zwischen hochgebildeten Menschen und Personen mit niedriger formaler Bildung sowie zwischen einkommensstärkeren und insolventen Personen. Deshalb fordern die Forschenden: Es braucht „verstärkte Bemühungen, insbesondere auch älteren, niedrig gebildeten und geringverdienenden Menschen den Zugang zu digitalen Geräten und dem Internet zu erleichtern“. (sueddeutsche-zeitung/bidt/futureorg/iovolution)

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