Eine Umfrage im Rahmen des Microsoft Envision Forums zeigt: Die meisten Handelsunternehmen wünschen sich digitale Lösungen für nachhaltige Lieferketten und Logistik. Nachhaltigkeit ist aber eine kooperative Anstrengung – und fordert eine klare Grundhaltung im Unternehmen.

Nachhaltigkeit der Lieferkette: Nur mit Haltung und Kooperation

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Eine Umfrage im Rahmen des Microsoft Envision Forums zeigt: Die meisten Handelsunternehmen wünschen sich digitale Lösungen für nachhaltige Lieferketten und Logistik. Nachhaltigkeit ist aber eine kooperative Anstrengung – und fordert eine klare Grundhaltung im Unternehmen.

Drei von vier Handelsunternehmen sehen in digitalen Anwendungen große Potenziale für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die mit rund 100 Entscheidern aus den Bereichen Retail und Consumer Goods im Rahmen des Microsoft Envision Forums zum Thema „Lieferkettentransparenz und Nachhaltigkeit für Handel und Hersteller“ durchgeführt wurde.
 
Bei dem Event am 25. November 2021 hat die Klimaschutzoffensive mit führenden Branchenexperten von Deutschlands größter Handels-Hochschule DHBW Baden-Württemberg Heilbronn, dem EHI Retail Institute und Microsoft teilgenommen. Beim Microsoft Envision Forums standen aktuelle Einflussfaktoren für Lieferketten und Rohstoffbeschaffung ebenso im Mittelpunkt wie Klimaneutralität und Nachhaltigkeitsaktivitäten für Handelsunternehmen.

Nachhaltigkeit nur durch Kooperation erreichbar

„Durch gezielte Nachhaltigkeitsmaßnahmen können Handels- und Konsumgüterunternehmen nicht nur ihren ökologischen Footprint, sondern auch ihre wirtschaftliche Profitabilität erheblich verbessern“, so Xenia Giese, Senior Industry Advisor Retail & Consumer Goods bei Microsoft Deutschland. Unterstützung bietet Microsoft mit mehreren Initiativen in Zusammenarbeit mit DHBW, HDE und EHI. Darunter u. a. zur EuroCIS ein neues Whitepaper mit EHI zum Thema Klimaneutralität im Handel und für Unternehmen.
 
Immer mehr Handels- und Konsumgüterunternehmen erkennen laut aktueller Microsoft Umfrage, dass die mit der Wertschöpfung verbundenen ökologischen und sozialen Herausforderungen nicht von einem Unternehmen allein, sondern nur durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Produzenten und Lieferanten gelöst werden können. Handels- und Konsumgüterunternehmen sollten also gemeinsam mit ihren Lieferanten auf die Einhaltung von ökologischen und sozialen Standards in der Lieferkette hinzuwirken.
 
Bei der Auswahl ihrer Lieferanten setzen die Händler und Hersteller daher schon heute auf Nachhaltigkeitskriterien wie Menschenrechte (67 Prozent), Klimaschutz (50 Prozent) und Ressourcenschonung (46 Prozent). Die Umfrage zeigt auch: Eine nachhaltige Grundhaltung innerhalb der Unternehmen und ein Nachhaltigkeit-Score für alle Produkte stehen ganz oben auf der Agenda. Das Handlungsfeld Lieferkette rückt für den Food- und Nonfood-Handel zunehmend in den Mittelpunkt künftiger Nachhaltigkeitsbestrebungen.
 
Im Business-Netzwerk LinkedIn hat sich zu diesem Thema Dirk Libuda positioniert. Der Experte für Compliance, Whistleblowing und Internal-Audits hält es angesichts der aktuellen Weltlage „so wichtig wie wahrscheinlich“ wie nie zu vor. Allerdings befürchtet er, dass die ganzen Regularien „mit unterschiedlichen Standards, Scoringmodellen etc. in einzelnen EU-Ländern und Branchen“ bürokratisch ausufern.
 
 

Grundhaltung für Nachhaltigkeit zentral

Einen wichtigen Faktor stellt für Händler auch das Thema Energiemanagement dar. Mit digitalen Lösungen können sie gleichzeitig Energie sparen und den CO2-Ausstoß minimieren. In der Praxis investieren jedoch viele Handels- und Konsumgüterunternehmen noch recht zögerlich in Energieeffizienzmaßnahmen. Die Gründe dafür sind vielfältig. In erster Linie jedoch fehlt es ihnen an Know-how zu möglichen Einsparpotenzialen (65 Prozent), gefolgt von komplexen Rechtsvorschriften und zu viel Bürokratie (53 Prozent) sowie der undurchsichtigen Förderlandschaft (38 Prozent).
 
Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette braucht es nach Ansicht von 62 Prozent der befragten Entscheider aus den Bereichen Retail und Consumer Goods vor allem eines: eine entsprechende Grundhaltung in den Unternehmen, um wirklich alle Aspekte der Wertschöpfung nachhaltig zu gestalten. Mit Blick auf die Transparenz und Glaubwürdigkeit in der Wahrnehmung der Konsument:innen wünscht sich die Mehrheit von ihnen zudem einen Nachhaltigkeits-Score für alle Produkte (62 Prozent) sowie mehr Ehrlichkeit in der Kundenkommunikation (55 Prozent).
 
„Händler benötigen eine konsistente Nachhaltigkeitsstrategie und eine Veränderung im Mindset der Entscheider, um Kunden und Mitarbeiter langfristig zu überzeugen“, so Prof. Dr. Carolyn Hutter, Prof. Dr. Stephan Rüschen, Prof. Dr. Carsten Kortum und Prof. Dr. Oliver Janz von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn (DHBW). „Auf dem Weg in die Klimaneutralität benötigen Handelsunternehmen Transparenz in allen Prozessen, die den ökologischen Fußabdruck beeinflussen“, betont auch Benjamin Chini, Projektleiter Energiemanagement beim EHI Retail Institute. (hde/futureorg/iovolution)

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