Unternehmen können ihren Erfolg steigern, wenn sie ihre eigenen Daten bewirtschaften. Jedoch ist es unklar, inwiefern Unternehmen selbst diese Vorteile wahrnehmen. Eine Umfrage zeigt: Die meisten Unternehmer erfüllen die Voraussetzungen für effiziente Datenbewirtschaftung nicht.

Datenbewirtschaftung: deutsche Unternehmen sind nicht data economy ready

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Unternehmen können ihren Erfolg steigern, wenn sie ihre eigenen Daten bewirtschaften. Jedoch ist es unklar, inwiefern Unternehmen selbst diese Vorteile wahrnehmen. Eine Umfrage zeigt: Die meisten Unternehmer erfüllen die Voraussetzungen für effiziente Datenbewirtschaftung nicht.

Datenbewirtschaftung kann für Unternehmen mehrere Vorteile darstellen. Dadurch können unter anderem Unternehmensprozesse datenbasiert analysiert und verbessert werden. Zudem kann es für Unternehmen vorteilhaft sein, wenn sie mit anderen Unternehmen gemeinsam Daten bewirtschaften. Dies führt zum Beispiel zu einer erhöhten Transparenz und Effizienz entlang der Lieferketten, was eine flexible Reaktion auf Marktänderungen ermöglicht. Die Vorteile der gemeinsamen Datenbewirtschaftung erscheinen aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive eindeutig.
 
Jedoch ist es unklar, inwiefern Unternehmen selbst diese Vorteile wahrnehmen und entsprechend Daten gemeinsam bewirtschaften. Vor diesem Hintergrund wurde im Herbst 2021 eine Umfrage unter deutschen Unternehmen aus den Bereichen Industrie und industrienahe Dienstleister durchgeführt. Die Ergebnisse werden nach Unternehmensmerkmalen ausgewertet. Diese Analyse zeigt, dass 71 Prozent der Unternehmen in Deutschland nicht die Voraussetzungen erfüllen, um ihre Daten effizient bewirtschaften zu können.

KMU zeigen ungenutztes Potenzial

73 Prozent der Unternehmen bewirtschaften Daten nicht gemeinsam mit anderen Unternehmen. Wenn Firmen Daten gemeinsam bewirtschaften, dann sind sie eher Datenempfänger als Datengeber. Um selbst Daten bereitzustellen und mit anderen zu teilen, sehen Unternehmen oftmals keine ausreichenden wirtschaftlichen Anreize und vor allem deutliche rechtliche Hemmnisse. 68 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass rechtliche Hemmnisse das Datenteilen erschweren.
 
Lediglich 29 Prozent der Unternehmen verfügen gemäß der zugrunde liegenden Befragung über die Fähigkeit, Daten effizient zu bewirtschaften und können als „data economy ready“ bezeichnet werden. Mittlere und große Unternehmen schneiden dabei besser ab als kleine Firmen. Etwa die Hälfte der Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten sind „data economy ready“, bei kleinen Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten sind es 28 Prozent. Bei kleineren Unternehmen zeigt sich deutlich Nachholbedarf. Doch mittlere und großen Unternehmen zeigen auch ungenutztes Potenzial.

Datenbewirtschaftung bei mittleren Unternehmen

Trotz ähnlicher data economy readiness Niveaus bewirtschaften mittlere Unternehmen mehr Daten gemeinsam mit anderen Unternehmen als große Unternehmen. Dabei sind sie häufiger Datenempfänger. Der Grund: Mittlere Unternehmen sind am meisten von externen Partnern abhängig. Somit benötigen sie auch mehr Daten von externen Quellen. Für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Unternehmen ist effiziente Datenbewirtschaftung zentral. Wichtig ist, und sie ihre eigenen Daten sicher und in geprüfter Qualität digital speichern und verarbeiten. Damit soll die Datenbewirtschaftung mit anderen Unternehmen auch erleichtert werden. (iw-koeln/futureorg/signals)

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